10.06.2015 - Letzter Spieltag muss entscheiden!
 
 

Wie auch in den letzten 2 Jahren, hängt der Klassenerhalt wieder einmal am seidenen Faden. Wieder muss der letzte Spieltag entscheiden, ob die Klasse gehalten werden kann oder nicht. Diesmal jedoch hat die erste Mannschaft nicht mehr alles in der eigenen Hand. Nach der 4:1 Auswärtsniederlage beim SC Bad Salzuflen, müssen die Jungs um Sebastian Numrich auf ein Unentschieden oder eine Niederlage des SV Häger im letzten Spiel hoffen. Aber auch sie selbst müssen im letzten Heimspiel der Saison einen Dreier einfahren, um die letzte Hoffnung noch am leben zu erhalten.

 

Zunächst aber zum Spiel am vergangenen Sonntag. Nach dem Spiel waren sich alle einig, dass der Sieg der Heimmannschaft verdient war, die Union hatte kaum zwingende Aktionen nach vorne und konnte nur durch Freistöße gefährlich vor das Tor der Gastgeber kommen. Nach neun Minuten stand es schon 1:0 für den SC Bad Salzuflen. Eine Ecke der Hausherren wurde verlängert, sodass Alexander Ritter aus vier Metern den Ball über die Linie drücken konnte. Die Gäste schafften es kaum, gefährlich vor das Tor zu kommen. Ein Freistoß von Pascal Meier landete am Innenpfosten und ein Schuss von Dominik Wehbrink wurde vom Keeper pariert. In der 20. Minute war es dann ein Konter der das 2:0 für die Heimmannschaft bedeutete. Tim Jahn stand völlig frei vor dem Tor von Marcel Redeker und konnte zum 2:0 vollenden. Bis kurz vor der Pause passierte auf beiden Seiten fast gar nichts mehr. Marco Hodde konnte kurz vor der Strafraumgrenze einen Freistoß für die Union herausholen, Pascal Meier schnappte sich wieder den Ball  und machte es dieses mal besser als beim ersten mal. Er zirkelte den Ball an der Mauer vorbei und dieser schlug zum 2:1 im Tor ein. Das war dann auch der Halbzeitstand der Partie. Auch wenn der SC Bad Salzuflen nichts mehr zu verlieren hat, hängten sie sich voll in die Partie rein und schenkten den Unioner nichts.

 

Für die zweite Halbzeit hatte sich die Union einiges vorgenommen und wollte den Sieg noch erzwingen. Doch auch in den zweiten 45. Minuten schafften sie es nicht, sich eine gute Torgelegenheit heraus zu spielen. Das Spiel war geprägt von langen Bällen und kleinen Foulspielen. Auch die Gäste schafften es nicht, sich eine guten Gelegenheit zu erspielen.  Die Spielentscheidende Szene ereignete sich dann in der 77. Spielminute, Patrick Spreen foulte den Stürmer des SC Bad Salzuflen kurz vor dem Strafraum und der Schiedsrichter zeigt ihm die Rote Karte. Diese Entscheidung des Schiedsrichters wurde von allen Seiten schwer umstritten. Auch die Fans der Gastgeber waren sich einig, dass hier die gelbe Karte vollkommen ausgereicht hätte. Es waren noch genug Spieler um Patrick Spreen herum und eine Tätigkeit war auch nicht zu erkennen. Nur 5 Minuten später, wurde Marco Hodde durch eine klare Tätigkeit des Gegners zu Boden gestreckt, hier zeigt der Schiedsrichter lediglich die Gelbe Karte. In den letzten Minuten warfen die Unioner noch einmal alles nach vorne, wurden jedoch nicht für ihr Engagement belohnt. Stattdessen folgten noch zwei weitere Kontertore der Gastgeber, die den Sieg am Ende sicher nach Hause gefahren haben. Auch die Konkurrenz der United punkteten fast alle. Werther gewann ihr Spiel in Vlotho und auch Lohe konnte ein 4:3 gegen Schötmar feiern. Nur SV Häger verlor Auswärts bei Stift Quernheim mit 2:0.

 

Somit steht fest, dass der letzte Abstiegsplatz zwischen dem SV Häger und er Spvgg Union Varl ausgemacht wird. Gegner von Häger wir der SC Bad Salzuflen sein, der uns versicherte auch im letzten Spiel noch einmal Vollgas zu geben, um einen ordentlichen Saisonabschluss hinzulegen. Gegner unserer United wird der VfL Theesen II sein, der bereits abgestiegene VfL wird sich im letzten Spiel aber keinesfalls kampflos geschlagen geben, somit rechnet Sebastian Numirch mit einem gut eingestellten Gegner, der noch einmal versuchen wird, die Niederlage gegen Muckum gut zu machen. Wenn die United ihre Hausaufgaben erledigt und einen Sieg einfährt, hängt alles vom SV Häger ab. Also kommt alle am nächsten Sonntag zum Sportplatz um den letzten Spieltag zu genießen und wieder ein spannendes Herzschlagfinale zu erleben.  

 
02.06.2015 - Ganz wichtiger Dreier! 
 
Im Kampf um den Klassenerhalt, hat die erste Mannschaft mal wieder bewiesen, dass sie wissen wie es geht. Wie in den vergangenen Jahren, wird auch dieses Jahr der letzte Spieltag entscheiden, wer den Gang zurück in die Kreisliga antreten muss. Die wichtigen drei Punkte die unsere United gegen den BV Stift Quernheim holen musste wurden eingefahren. Auch wenn anwesende Zuschauer kurz vor dem Herzinfarkt waren. Erst in der 83. Minute konnte Marius Helmich die Varler erlösen und erzielte das wichtige 2:1. So hieß es auch nach 90 Minuten im United Park.
 
 
Der Start der Partie war allerdings nicht so prickelnd für Mannschaft und Fans. Man merkte allen die Nervosität deutlich an, und das spiegelte sich auch auf dem Feld wieder. Stift Quernheim zog sich zurück und überließ Varl den Spielaufbau. Diesen versuchten die Varler auch aufzuziehen, konnten jedoch nicht sehr überzeugen, viele ungenaue und überhastete Pässe landeten beim Gegner, dieser wusste diese Chancen jedoch nicht zu nutzen und verpasste somit die Führung. Ein erzielter Treffer der Gäste wurde vom 16-Jährigen Schiedsrichter auch nicht anerkannt. Nach einer Ecke konnte Keeper Marcel Redeker einen Kopfstoß der Gäste noch entschärfen,  den Abpraller versuchte Benny Drumann zu klären, doch der Ball landete durch den Stürmer der Gäste im Tor. Alle dachten es wäre der Rückstand für die United, aber der Schiedsrichter entschied auf gefährliches Spiel und so hieß es weiterhin 0:0. Das Spiel flachte langsam ab und es gab auf beiden Seiten keine großen Chancen zu verzeichnen. Doch dann konnte sich Patrick Spreen im Zusammenspiel mit Steffen Wegehöft durch die Abwehrreihen der Gäste kombinieren und erzielte aus spitzem Winkel das 1:0 für unsere United. Anschließend gab es von beiden Mannschaften keine nennenswerten Aktionen mehr. So trennten sich die Temas 1:0 nach 45 Minuten.
 
 
Nach der Pause agierten die Varler etwas Nachlässig, doch die Gäste wussten nichts mit ihren Chancen anzufangen und scheiterten entweder am Torhüter oder verprassten ihren Torchancen kläglich. Stift Quernheim machte immer mehr Druck und zwang die Varler zu Fehlern, es war jedoch immer wieder jemand da um die Fehler auszubügeln. So ging es dann einige Minuten hin und her und keine der Mannschaften konnte sich weitere Großchancen heraus spielen. Bis zur 77. Minute, nach einem harmlosen Zweikampf, zeigte der junge Schiedsrichter plötzlich auf den Punkt. Alle waren verwundert und ließen Ihren Ärger beim Schiedsrichter aus, sodass 2 Gelbe Karten für die United die Folge waren. Ein angebliches Handspiel von Basti Lange soll der Grund für den Elfmeter gewesen sein. Alle Protesten entgegen, gab der Schiedsrichter den Elfmeter und  Maximilian Laege verwandelte den Strafstoß sicher. Jetzt waren die Varler erst Recht gewillt, den Sieg im heimischen United Park zu behalten. Und ihre Mühe wurde belohnt, in der 83. Spielminute pfiff der Schiedsrichter einen Freistoß für Varl aus einer aussichtsreichen Position. Marius Helmich schnappte sich den Ball und zirkelte diesen genau in den Knick des Tores von Stift Quernheim. Der Jubel war groß und alle stürzten sich auf den Torschützen. Die letzten Minuten schaffte es die United den Ball vom eigenen Tor fern zu halten und konnten somit drei ganz wichtige Punkte sichern.
 
 
Jetzt ist der Abstiegskampf wieder richtig Spannend geworden. Die gesamte Konkurrenz der Varler Patze hingegen und ließ wichtige Punkte liegen. Somit ist die United wieder auf einen Punkt dran am rettenden Ufer.
Am kommenden Sonntag steht dann das nächste wichtige Spiel gegen den SC Bad Salzuflen an. Der Fanbus fährt um 13:30 Uhr beim Gasthaus zum goldenen Hecht ab. Auch dort wird die Elf von Sebastian Numrich wieder alles geben um den nächsten Dreier einzufahren.

 

 

 

19.05.2015 - Gekämpft und doch verloren

 

Pfosten, gute Paraden, Pech und die fehlende Konsquenz hinderten die Varler am vergangenen Sonntag einen, vielleicht sogar drei Punkte, im United Park zu halten. 1:3 hieß es nach 90 umkämpften Minuten. Der VFL Holsen konnte sich somit drei wichtige Punkte für den Aufstiegskampf im United Park sichern. Die erste Mannschaft um Trainer Sebastian Nurmich rückt derweil immer tiefer in den Abstiegskampf der Bezirksliga. Dennoch gibt es Hoffnung, im Gegensatz zum SC Isenstedt, die auch rechnersich jetzt keine Chance mehr haben, die Klasse zu halten, kann es die United noch aus eigener Kraft schaffen, den Klassenerhalt perfekt zu machen.

 

Zurück zum Spiel, in der ersten Halbzeit und auch in der zweiten Halbzeit machte es nicht den Anschein, das gerade der Tabellen dritte gegen den Tabellen fünfzehnten spielte. Es war kaum ein Klassenunterschied zu erkennen. Die gesamte Varler Mannschaft zeigte sich gewillt, die schlechte Leistung aus der vorherigen Partie, wieder gut zu machen. Neben Basti Lange in der Innenverteidugung, kam auch Marco Hodde wieder zurück in die Startelf der United. Mit Anpfiff der Parite waren die Hausherren hellwach und hatten auch zahlreiche Chancen, den Ball zum 1:0 zu versenken. Ein völlig freistehender Marcel Rosengarten, konnte den Ball aus kurzer Distanz mit dem Kopf jedoch nicht im Tor unterbringen. Auch Marius Helmich und Dominik Wehbrink konnten den Ball mit ihren guten Aktionen nicht im Netz zappeln lassen und scheiterten an dem Gästetorhüter. So kam es fast wie es kommen musste, die Gäste konnten ihre zweite Gelegenheit direkt zum 1:0 nutzen, nach einem Fehlpass von Marco Hodde, wurde Carlos Carvalho freigespielt und dieser konnte den Ball ins lange Eck schlenzen. Anschließend hatten die Varler noch eine gute Freistoßgelegenheit, aber auch die entschärfte der gute Keeper der Gäste.

 

Die zweite Halbzeit begann vielversprechend für unsere Union, in der 60. Minute landete eine Flanke von Dominik Wehbrink genau auf dem Kopf vom eingewechselten Lars Meier, der den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 einnickte. Doch die Freude hielt nicht lange an, nach dem Anstoss wurde der Ball direkt zu Lennart Wüllner gespielt, dieser hatte schon seine Mitspieler im Strafraum im Blick und wollte den Ball vorhherbringen, jedoch rutschte ihm der Ball über den Schlappen, sodass er zu einem ungewollten Torschuss wurde, der Ball wurde immer länger und länger und landete unhaltbar im Knick des Tores der United. Somit war der alte Abstand wieder hergestellt und es stand 2:1 für den VFL Holsen. Doch die United ließ sich nicht entmutigen und versuchte weiterhin nach vorne zu spielen. Bis auf einen weiteren Freistoßkracher von Jens Meier, der am Außenpfosten landete, konnte sich die Gastgeber aber keine nennenswerten Aktionen mehr erspielen. Dadurch, das die Varler viel Druck machten, ergaben sich in der Hintermannschaft natürlich Räume und diese versuchten, die Holsener zu nutzen, zunächst scheiterten sie noch am starken Marvin Koch, sowie an Marcel Redeker, aber in der 83. Minute war es dann soweit, eine Flanke konnte nicht richtig geklärt werden und landete genau vor den Füßen von Omar Khaled, der den Ball unter die Latte schweißte. Somit war der Endstand besiegelt und die drei Punkte vergeben. 

 

Trotz der Heimniederlage, ist sich Trainer Sebastian Numrich sicher, dass wenn alle mit der gleichen Einstellung wie am Sonntag gegen Holsen, auch gegen die restlichen Gegner antreten, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt eingefahren werden. So geht es am kommenden Donnerstag, 21.05.2015, gegen den TuS Jöllenbeck. Der aktuelle Tabellenführer wird eine harte Nuss für unsere Jungs, jedoch gibt sich die Mannschaft nicht schon vor dem Spiel geschlagen und wird alles geben, um Punkte aus dem Naturstadion von Jöllenbeck zu entführen. In den entscheidenden letzten Partien freut sich die Numrichelf natürlich über jede Unterstützung der Fans. Los geht es am Donnerstag für alle Fans ab 18 Uhr beim Gasthaus zum goldenen Hecht, dort werden Fahrgemeinschaften gebildet, um auch in Jöllenbeck einen guten Eindruck zu hinterlassen.

 

 

12.05.2015 - Nächste Pleite im Abstiegskampf
 

Wieder einmal schaffte es die Numrichelf nicht, drei wichtige Punkte im Abstiegsrennen einzufahren. Am Sonntag zeigte die Mannschaft nicht den Kampfgeist, der in den letzten Spielen klar zu erkennen war und musste sich somit am Ende mit 2:0 gegen den SV Häger geschlagen geben. Keiner der Spieler auf dem Platz zeigte den Willen, dass Spiel unbedingt gewinnen zu wollen und so sahen auch die mitgereisten Fans der United, einen ernüchternden Auftritt der ersten Mannschaft in Häger.  Mit gesenkten Köpfen gingen die Varler nach dem Spiel den langen Weg zurück in die Kabine.

 

Zunächst aber jetzt einmal zur Partie. Zur ersten Halbzeit gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, die Gäste versuchten zunächst nach vorne zu spielen, hatten aber nicht die nötige Durchschlagskraft, um gefährlich vor das Tor vom SV Häger zu gelangen. Die Abwehr der Gastgeber stand gut und auch die langen Bälle wurden allesamt von der Defensive abgelaufen. Der SV Häger versuchte sich auf dem Kunstrasenplatz immer wieder, durch Kurzpassspiel, vor das Tor von Marcel Redeker zu kombinieren. Bis auf einen Kopfball, der mit zu wenig Druck auf das Tor kam, erlangten aber auch die Gastgeber keine großen Chancen in der ersten Hälfte. Aber dann kam die 44. Minute, ein scharfer Flachpass von außen, gelang zu Hüseyin Geceli, der den Ball nur noch zum 1:0 einschieben musste. Mit dem Gegentreffer gingen auch die Köpfe der United nach unten.

 

Und so wurde auch die zweite Hälfte nicht viel spannender als die Erste. Varl schaffte es nicht zwingend vor das Tor der Gastgeber zu kommen und der SV Häger verteidigte weiterhin gut. Auch die Einwechslung von Andre Lange, der sich kurze Zeit später seine 5. Gelbe Karte abholte, brachte nicht die nötige Durchschlagskraft. So plätscherte das Spiel so vor sich hin. Der SV Häger konnte sich noch ein paar Einschussmöglichkeiten herausspielen, brachten den Ball aber zunächst nicht im Tor unter. In der 76. Spielminute war es aber dann soweit, der eingewechselte Colin Payne, erzielte das entscheidende Tor zum 2:0. Ein Flachschuss landete genau im Eck des Gästetors und somit war das Spiel entschieden. Die letzten Minuten vergingen wie im Flug und die enttäuschten Varler mussten sich mit der zweiten Niederlage in Folge, gegen einen direkten Konkurrenten, geschlagen geben.

 

Das Restprogramm für die erste Mannschaft wird hingegen nicht einfach werden. Zunächst steht am kommenden Sonntag das Spiel gegen den Tabllendritten VFL Holsen an. Bisher konnte der VFL Holsen jedoch noch kein Spiel im United Park gewinnen und dies soll auch am Sonntag nicht geändert werden. Neben dem Varler Schützenfest steht also auch im United Park ein heißer Tanz an. Die Mannschaft freut sich über jede Unterstützung und wird alles geben um im Abstiegskampf weiter zu punkten und dem Klassenerhalt wieder einen Schritt näher zu kommen. 

 

07.05.2015 - Trotz Chancen keine Punkte
 

Es sollte ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt werden, am Ende waren es drei verlorene Punkte. Am vergangenen Sonntag gab unsere erste Mannschaft, drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, an Mitkonkurrent TuS Lohe ab. Nach einer chancenreichen ersten Halbzeit folgte eine zähe zweite.

 

Zunächst kamen die Hausherren gut in die Partie, jedoch wurde ein Fehler in der Defensive in der siebten Spielminute direkt mit dem 0:1 durch Philip Pausch bestraft. Benjamin Drumann und Marcel Redeker waren sich im Strafraum nicht einig, sodass der Ball direkt vor die Füße des angesprochenen Philip Pausch sprang, dieser erzielte mit einer Bogenlampe das 1:0 für den TuS Lohe. Der Ball war lange in der Luft, jedoch verlor Torwart Marcel Redeker die Orientierung im Strafraum und so segelte der Ball über ihn hinweg ins Tor. 

Doch die Varler ließen sich nicht entmutigen und stürmten weiter auf das Tor der Gäste. Ein Schuss von Jens Meier, sowie ein Schuss von Pascal Meier landeten beide knapp neben dem Tor. Auch zwei Einzelaktionen von Marius Helmich, bei denen er frei vor dem Tor der Gäste stand, brachten nicht das Erhoffte 1:1. So hieß es zur Halbzeit 0:1 für den TuS Lohe.

 

Die Marschroute der Varler war für die zweite Halbzeit klar gegeben. Es hieß alles Richtung Tor der Gäste. Doch die mangelnde Chancenverwertung rächte sich in der 65. Minute, Julian Hartmann verwandelte einen schnell gespielten Konter zum 0:2 für den TuS Lohe.  Trainer Sebastian Numrich versuchte nun durch die Einwechselung von Andre Lange, frischen Wind in die Partie zu bringen und mit zwei Spitzen zu agieren. Doch anstatt das Anschlusstor zu erzielen, wackelte die Defensive der United, Bruno Gianfranco dribbelte durch die komplette Varler Abwehr und konnte anschließend unbedrängt zum 0:3 einschieben. Bis auf einen geforderten Handelfmeter, den der Schiedsrichter zu Ungunsten der United nicht gab, kam in der zweiten Hälfte nicht mehr viel von der Mannschaft um Trainer Sebastian Numrich.

So hieß es am Ende 0:3 für den TuS Lohe und drei wichtige verlorene Punkte im Abstiegskampf.

 

Doch weiter geht es für unsere Jungs schon am nächsten Sonntag in Häger. Hier steht uns wieder ein direkter Konkurrent gegenüber und die Mannschaft wird auch hier wieder alles reinwerfen, um an Ende einen wichtigen Dreier zu verzeichnen. Also macht euch bereit und kommt am Sonntag um 13:30 Uhr zum Goldenen Hecht um unsere Mannschaft in Häger anzufeuern.

 

09.12.2014 - United lässt wichtige Punkte liegen
 
Die erste Mannschaft hat am vergangenen Sonntag gegen Bad Salzuflen drei wichtige Punkte im Abstiegskampf liegen gelassen und somit den Anschluss an das Mittelfeld verpasst.
 
Dabei begann die Partie für die Rot-Weißen mit einem Start nach Maß. Schon nach drei Minuten durften sie das erste Mal jubeln. Nach einem scharf vor das Tor gezogenen Freistoß von Pascal Meier, musste Dominik Wehbrink nur noch den Fuß hinhalten und der Ball landete im Netz der Gegner.
Die Gäste aus Bad Salzuflen fanden nur langsam ins Spiel, sodass unsere United einige Chancen hatte, um auf 2:0 zu erhöhen. Doch der letzte Pass in die Spitze kam oftmals nicht da an, wo er ankommen sollte. Wenn er dann doch einmal bei einem Mitspieler landete, wurde der Ball verstolpert oder zu hastig abgeschlossen.
 
Die fast schon sicher geglaubte Halbzeitführung wurde jedoch, fast mit dem Pfiff des Schiedsrichters, von Tim Jahn aus Bad Salzuflen zerstört. Nach einem hohen Ball über die Abwehr musste der Stürmer den Ball nur noch im langen Eck verwandeln. Zuvor hatten die Gäste noch ein paar Chancen, diese wurden jedoch nicht konsequent zu Ende gespielt. So hieß es zur Halbzeit 1:1 im United Park.
 
Der Ausgleichstreffer kurz vor der Halbzeit schien den Spielern aus Bad Salzuflen einen kleinen Auftrieb gegeben zu haben. Sie drängten auf den Führungstreffer und wurden in der 55. Minute fast belohnt. Patrick Spreen konnte den Ball aber gerade noch von der Linie kratzen. Das Spiel wurde immer zerfahrener und war von Fehlpässen geprägt. Bis auf einen Freistoß von Pascal Meier und zwei, drei gute Fernschüsse, kamen die Varler nicht mehr zwingend vor das Tor der Gäste. So kam es dann, wie es kommen musste: In der 75. Minute konnten die Gäste nicht daran gehindert werden, eine Flanke in den Strafraum der United zu schlagen, Benny Drumann versuchte noch den Ball zu klären, doch dieser landete genau auf dem Kopf von Tim Jahn, der den Ball unbedrängt in das Tor der Varler einköpfen konnte.
 
Auch in den letzten Minuten konnten die Rot-Weißen das Ruder nicht mehr rumreißen, Bad Salzuflen stellte sich hinten rein und verteidigte mit Mann und Maus, sodass die Varler nicht mehr gefährlich vor das Gäste-Tor kamen. Nach 90 Minuten lautete das Ergebnis 1:2 für Bad Salzuflen.
Unsere United spielte mit folgender Aufstellung: Redeker – Drumann – Niestrath – Wehbrink – J. Meier – Helmich – P. Meier – Lange – Spreen – Hodde – Pöttker (66. Rosengarten)
 
Nun muss im letzten Spiel von Uniteds Erster vor der Winterpause das Punktekonto noch einmal aufgefüllt werden. Die erhoffte 20-Punkte-Marke kann leider zur Fußballpause nicht mehr erreicht werden. Es kommt also zum richtungsweisenden Spiel am Freitag, 12.12. gegen den VfL Theesen II um 19:30 Uhr.

 

10.06.2014 - Trotz Niederlage in Häger - United hält die Liga!
 
Es wurde gewonnen, es wurde gehofft, es wurde gebangt und gerechnet – die letzten Wochen waren aus rot-weißer Fußballersicht im Dorf am Schnakenpohl eine emotionale Achterbahnfahrt sondergleichen. Seit Freitagabend, 06.06.2014, 21:18 Uhr steht fest: Die Spielvereinigung Union Varl 1921 e. V. spielt auch in der Saison 2014 / 2015 überkreislich und vertritt als einer von drei Vereinen den Fußballkreis Lübbecke!
 
Bis zur genannten Uhrzeit wurde jedoch - nicht nur aufgrund der subtropischen Temperaturen - kräftig geschwitzt und dazu noch reichlich Handyakku verbraucht. Nach neunzig umkämpften Minuten gegen ein motiviertes, wenn auch tabellarisch um nichts mehr kämpfendes Team aus Häger, musste man sich im Schatten des Bielefelder Fernsehturms mit 3:2 geschlagen geben. Da auch die Konkurrenz aus Theesen und Brüchmühlen wie erwartet ihre Sicherheitspunkte zum Klassenerhalt einfuhrt, hielt einzig und allein das Ergebnis aus dem Spiel TuS Jöllenbeck gegen den TuS Tengern II die United am Leben. Da sich im acht Kilometer entfernten Jöllenbeck mit laufender Spielzeit so etwas wie eine Vorentscheidung andeutete (5:0 nach knapp 70 Minuten), machte sich während des eigenen Spiels und trotz Rückstand zumindest schon mal beim zahlreich mitgereisten Unions-Anhang vorsichtiger Optimismus breit. Für einige Spieler folgte die Erlösung erst nach Abpfiff der Partie.
 
Dabei startete man hoffnungsvoll in das letzte und entscheidende Spiel um den Klassenerhalt. Bereits nach einer Viertelstunde brachte Andre Lange die rot-weißen Farben das erste Mal zum Jubeln. Einen verlängerten Einwurf bugsierte er im Fünfmeterraum über die Torlinie. Der Treffer verhalf aber nicht dazu Ruhe in das Spiel der eigenen Mannschaft zu bekommen - ganz im Gegenteil. Häger antwortete mit wütenden Angriffen und vermochte immer passiver werdende Gäste weit in die eigene Hälfte einzuschnüren. Der folgerichtige Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten (26. Minute). Weitere Tore sollten in Durchgang eins nicht mehr fallen.
 
Kurz nach Wiederanpfiff schockten die Hausherren Varl ein weiteres Mal. Beim Versuch einen relativ zentral getretenen Freistoß aus 25 Metern zu fangen, ließ Torwart Marcel Redeker den Ball nach vorne abklatschen und lieferte somit die Steilvorlage zur 2:1-Führung der Heimmannschaft (50. Minute). Union wirkte von nun an nervös und im Defensivverbund fahrig. Das 3:1 und zwei weitere ordentliche Einschussmöglichkeiten folgten. Erst jetzt begann Häger einen Gang zurückzuschalten und ermöglichten Marco Hodde und Co. furiose letzte zwanzig Minuten. Trotz einer Vielzahl an hochkarätigen Chancen durch Kassen, Jens Meier und drei Mal Pascal Meier vermochte niemand den Starken Rückhalt des SV Häger zu bezwingen. Erst Patrick Spreen konnte fünf Zeigerumdrehungen vor Abpfiff im Gewühl auf 3:2 verkürzen, was gleichzeitig den Endstand bedeutete.
 
Gerne hätte man mit dem Ausgleich einen Klassenerhalt aus eigener Kraft gefeiert, doch auch so überwog am Ende mal wieder der Stolz - der Stolz eines ganzen Dorfes auf seine Sportler, die wieder einmal verdeutlichen, dass Kameradschaft und Spaß mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen ist und gepaart mit ein wenig Arbeit durchaus erfolgreich sein kann!
 
Als Belohnung wird auch in der kommenden Saison wieder Bus gefahren! Ein Karnevalsverein auf Reisen - Ring frei für Episode drei...

 

03.06.2014 – Noch 1 Punkt für den Ligaverbleib
 
Dritter Sieg in Folge für die erste Mannschaft. In einem hart umkämpften Spiel wurde der SC Vlotho mit 3:1 (1:1) besiegt. Zwei Änderungen im Vergleich zur Vorwoche gab es in der Startformation. Für Marco Hodde und Benni Drumann spielten Mario Niestrath und Steffen Wegehöft von Beginn an. Schon in der Anfangsphase wurde schnell klar, dass der SC Vlotho nicht gewillt war ohne Punkte die Heimreise anzutreten. Es entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, in der Union in der 37. Minute in Führung ging. Andre Lange setzte im Zweikampf entschlossen nach und schoss den Ball von der Strafraumgrenze ins lange Eck. Das 1:0 hielt allerdings nur bis kurz vor dem Halbzeitpfiff. Vlotho nutzte einen Fehler im Spielaufbau, um einen Konter zum 1:1 abzuschließen.
Nach der Pause war es weiter ein von vielen Zweikämpfen geprägtes Spiel. Große Torchancen blieben Mangelware. Andre Lange hatte die erneute Führung für United auf dem Fuß. Sein Schuss landete aber nur an der Latte. In der 59. Minute entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Union. Sven Kassen wurde im Strafraum gefoult und verwandelte sicher zur 2:1 Führung. Vlotho drängte auf den Ausgleich, doch die gute United Defensive stand sicher und ließ kaum Chancen zu. Marco Hodde und Jens Meier verpassten mit zwei Großchancen frühzeitig für die Entscheidung zu Sorgen. Das erlösende 3:1 fiel dann in der 93. Minute als Marco Hodde (Erstes Bezirksligator!) einen direkten Freistoß unhaltbar verwandelte. Weiterhin hat die erste Mannschaft nur 2 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.
Somit ist die endgültige Rettung auf das letzte Saisonspiel vertagt. Dieses findet bereits am Freitag um 19.30h in Häger statt.
Der Fanbus zum Spiel fährt um 18 Uhr vom Goldenen Hecht ab.

 

26.05.2014 - "7:3 für United wäre das richtige Ergebnis gewesen"
 
Die erste Mannschaft holte beim 2:0 (2:0) Auswärtssieg in Lahde den nächsten Dreier. Beim bereits als Absteiger feststehenden TuS Lahde/Quetzen gab es 2 Veränderungen in der Startelf. Für Mario Niestrath und den angeschlagenen Steffen Wegehöft standen Marcel Rosengarten und nach abgelaufener Sperre Marco Hodde in der Anfangsformation. Bei sommerlichen Temperaturen begann United, wie schon in der Vorwoche gegen Lohe, druckvoll und engagiert. Die Mühen wurden nach 15 Minuten belohnt als Marcel Rosengarten einen langen Diagonalball von Sven Kassen volley ins kurze Eck verwandelte. Keine 10 Minuten später war es dann Patti Spreen, der einen Eckball von Pascal Meier per Kopf zum beruhigenden 2:0 verwandelte. Mit der Führung im Rücken hatte Union das Spiel nun im Griff, vergaß aber das 3:0 nachzulegen. Zahlreiche Chancen gab es dazu schon in der ersten Halbzeit. Glück hatte man, als Lahde nach einem Fernschuß nur die Latte traf.
Nach der Pause ließ man in der Defensive kaum etwas anbrennen. Dafür nutzte United die sich bietenden Räume in der Offensive aber nicht konsequent genug. Konter wurden schlecht ausgespielt bzw. hochkarätige Chancen fahrlässig vergeben. Insbesondere Jens Meier hätte sein Torkonto um 3-4 Tore aufstocken können. Insgesamt dann aber ein ungefährdeter und verdienter Auswärtssieg (Schon das 8te zu Null Spiel in dieser Saison, davon 5x auswärts!) Da die direkte Konkurrenz auch wieder punktete, liegt man weiterhin nur 2 Punkte vor einem Abstiegsplatz. Trotzdem in der Tabelle wieder einen Platz nach oben auf Rang 12 geklettert.
Union hat auch weiter alles selbst in der Hand und kann am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den SC Vlotho einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

 

22.05.2014 - Ganz wichtiger Dreier gegen den TuS Lohe
 
Im vorletzten Heimspiel gelang der ersten Mannschaft ein wichtiger Sieg. Mit 4:1 (2:0) schickte man den TuS Lohe wieder auf die Heimreise. Personell gab es zwei Änderungen in der Startaufstellung. Marcel Redeker rückte wieder zwischen die Pfosten und für Marcel Rosengarten kam Benni Drumann zurück auf die Linksverteidigerposition. Jens Meier rückte vor in die offensive Dreierreihe. Union begann druckvoll und es war deutlich zu erkennen, dass die 3 Punkte unbedingt im United Park bleiben sollten. Das Bemühen wurde nach 15 Minuten belohnt, als Sven Kassen auf Steffen Wegehöft passte und dieser den Ball zum 1:0 am Torwart vorbeispitzelte. 10 Minuten später nutzte man die Freiräume auf dem linken Flügel, wo nach einem Querpass schließlich Jens Meier frei vor dem gegnerischen Tor stand und unhaltbar zum 2:0 einschoss. Erst jetzt Lohe etwas besser ins Spiel und versuchte die starken Offensivleute besser in Szene zu setzen. Die größte Chance zum Anschlusstreffer vereitelte Marvin Koch als er auf der Torlinie rettete.
Auch in der zweiten Hälfte lies United kaum Zweifel daran aufkommen, wer am Ende als Sieger vom Platz gehen würde. Trotz der sommerlichen Temperaturen wurde weiter ein hoher läuferischer Aufwand betrieben. Den zwischenzeitlichen Loher Anschlusstreffer (75.) beantwortete Andre Lange postwendend mit dem 3:1 in der 76. Minute, als er nach einem langen Abschlag von Marcel Redeker den Torwart umkurvte und ins leere Tor einschob. Den Schlusspunkt setzte in der 90. Minute Pascal Meier, der einen Konter überlegt zum 4:1 abschloss. Insgesamt ein hochverdienter Sieg für die erste Mannschaft, die in der Tabelle wieder auf Platz 13 kletterte. Weiterhin aber nur 2 Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen hat.
Am nächsten Sonntag geht es um 15h mit einem Auswärtsspiel beim TuS Lahde/Quetzen weiter.

 

13.05.2014 – Ein weiterer Punkt im Abstiegskampf und ein ganz wichtiger Dreier für die „Zweite“
 
Mit einem nicht unbedingt erwarteten Punktgewinn kehrte die Erste vom Auswärtsspiel in Jöllenbeck zurück. Im Vergleich zur Vorwoche kam Steffen Wegehöft nach langer Verletzungspause zu seinem ersten Einsatz von Beginn an. Benni Drumann nahm dafür auf der Bank Platz. Im Tor vertrat Christoph Sander den verhinderten Marcel Redeker. United hatte zunächst Probleme gegen den spielstarken Gegner ins Spiel zu finden. Christoph Sander verhinderte im 1gegen1 den frühen Rückstand. Erst nach 10 Minuten schaffte man es die Räume zuzustellen und das Passspiel besser zu stören. Durch die Ballgewinne im Mittelfeld konnte Union selbst einige Konter starten und hatte auch Möglichkeiten in Führung zu gehen. So scheiterte Andre Lange mit der besten Gelegenheit aus spitzem Winkel am gegnerischen Torwart. Nach der Halbzeitpause ein ähnliches Bild wie zu Spielbeginn. United mit den Gedanken noch in der Kabine und Jöllenbeck zeigte starke Offensivaktionen. Über einen Rückstand hätte man sich zu diesem Zeitpunkt nicht beschweren können. Nach 60 Minuten gestaltete Union das Spiel dann aber wieder ausgeglichen. Die Defensive stand stabil und die Angriffe und Kombinationsspiel wurden zunehmend mutiger. Die besten Chancen zur Führung vergaben Steffen Wegehöft (scheiterte aus kurzer Distanz am Torwart) und Sven Kassen (am Tor vorbei). Die Gastgeber hatten noch einen Lattenfreistoß, aber am Ende blieb es beim hochverdienten 0:0. Die nächste Gelegenheit auf einen dreifachen Punktgewinn gibt es Sonntag um 15 Uhr im Heimspiel gegen den TuS Lohe.
 
United II gewinnt Wasserschlacht von Nettelstedt
 
Bereits auf den Freitag vorgezogen, zeigte die sich an diesem Abend von Tobias Drunagel betreute Reserve (Trainer Florian Haase war beruflich verhindert) bereits einen gewissen Druck ausgesetzt. Aufgrund der nachträglich vorgenommen Spielwertung im Spiel TuS Dielingen II - TuS Nettelstedt drohte man im Fall einer Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Nettelstedt den Anschluss an das rettende Ufer zu verlieren. Die seit den Morgenstunden einsetzenden und immer wiederkehrenden Platzregen-Attacken ließen ein geordnetes Fußballspiel kaum zu und sorgten für teils irreguläre Bedingungen. So geriet Union bereits nach fünf Minuten unglücklich ins Hintertreffen. Vom Schock recht schnell erholt (der schnelle und verdiente Ausgleich durch einen Kopfball von Lars Meier gab zusätzliche Sicherheit) verlagerten die Gäste das Spielgeschehen nun zunehmend in die Hälfte der Gastgeber und erkämpften sich eine Reihe von guten Chancen. Der starke Nettelstedter Rückhalt und die Querlatte verhinderten eine Halbzeitführung der Union. Der TuS beschränkte sich aufs Kontern, konnte die teils großen Lücken der weit aufgerückten Varler Hintermannschaft jedoch nicht konsequent ausnutzen. Auch in der 2. Hälfte übernahm United das Kommando und ging folglich - wiederrum durch Lars Meier - per abgefälschten Schuss von der Strafraumkante in Führung. Weitere gute Einschussmöglichkeiten blieben in der Folgezeit ungenutzt, so dass bis in die 94. Spielminute gezittert werden musste. Christoph Sander bewahrte seine Mannschaft in der umkämpften Schlussphase mit einer starken Parade vor dem unverdienten Ausgleich. Union zieht in der Tabelle somit wiederum gleich und geht mit Rückenwind in die letzten vier Ligaspiele.

 

29.04.2014 – Kirchlengern wie erwartet zu stark
 
Die erwartete Niederlage gab es am Sonntag für die erste Mannschaft beim Tabellenführer und designierten Meister RW Kirchlengern. Mit 0:3 (0:1) musste man sich am Ende geschlagen geben. Dabei hatte United mit argen Personalproblemen zu kämpfen. Mit Sven Kassen, Patti Spreen, Steffen Wegehöft, Dominik Wehbrink (alle verletzt), Marco Hodde (gesperrt) und Jens Meier (Urlaub) fielen gleich 6 Stammspieler aus. Dennoch präsentierte sich die „Rumpfelf“ in Kirchlengern gut und stellte den Spitzenreiter gerade in der ersten Hälfte mit einer dichtgestaffelten Defensive vor große Probleme. Aus der einzigen richtigen Torchance resultierte das 1:0 in der 35. Minuten. Direkt nach dem Wiederanpfiff kassierte man das 2:0 durch einen unhaltbaren Fernschuss. Eigene Offensivaktionen blieben Mangelware, so dass man fast die gesamten 90 Minuten in die Defensive gedrängt war. In der 83. Minute musste Marcel Redeker dann noch einmal hinter sich greifen, als Kirchlengern einen Fehler im Spielaufbau nutzte und den Konter zum 3:0 abschloss. Insgesamt eine verdiente und eingeplante Niederlage für die erste Mannschaft, die nun am kommenden Sonntag um 15h den TuS Tengern II zum Derby im United Park empfängt.

 

23.04.2014 – „Der Ball wollte einfach nicht rein“
 
Auch gegen Union Minden gab es für die erste Mannschaft keine Punkte. Das Heimspiel ging deutlich mit 0:5(0:3) verloren. United ging im Vergleich zur Vorwoche mit unveränderter Startformation ins Spiel. Neben den Verletzten fehlte lediglich Jens Meier (Urlaub) im Aufgebot. Union kam entschlossen aus der Kabine und versuchte Minden früh zu stören. Man gewann viele Zweikämpfe im Mittelfeld und lies den Gegner zunächst nur schwer ins Spiel kommen. In der 10. Minute dann aber der erste Schock, als nach einem Pass in die Tiefe ein Mindener Stürmer frei vor Marcel Redeker auftauchte und zum 1:0 einschieben konnte. Minden war nun besser im Spiel und besonders über Konter immer gefährlich. Einer dieser Konter führe in der 34. Minute dann auch zum 2:0. Nach einem Eckball gelang es nicht den Gegenangriff entscheidend zu unterbinden, so dass Minden die sich bietende Überzahl geschickt ausspielte. Ein Fehlpass im Spielaufbau sorgte dann nur eine Minute später für die vorentscheidende 3:0 Führung. Trotzdem war United weiter bemüht und hatte durch Sven Kassen (Heber neben das Tor) und Pascal Meier (verschossener Handelfmeter) gute Chancen noch vor der Pause zum Anschlusstreffer zu kommen. Auch direkt nach der Halbzeit hatte Marcel Rosengarten zwei große Chancen, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Doch sollte an diesem Tag einfach kein Tor gelingen. Stattdessen stockte Minden mit zwei Treffern in der 75. und 86. Minute das Ergebnis noch auf 5:0 auf. Zwischenzeitlich sah Marco Hodde zu allem Überfluss noch die Rote Karte und wird die nächsten Wochen fehlen. Weiter geht es am nächsten Sonntag mit einem Auswärtsspiel beim Tabellenführer RW Kirchlengern.
 
Mit Glück und Leidenschaft zum Derbysieg
 
Einen immens wichtigen Dreier hat Union Varls zweite Mannschaft im Derby gegen den FC Oppenwehe eingefahren. Dabei musste Trainer Florian Haase auf zahlreiche Spieler verzichten, einige gingen zudem krank bzw. angeschlagen in die Partie. Dementsprechend gab es an diesem Abend auch keine Schönheitspreise zu vergeben. Der FCO startete druckvoll und mit viel Tempo, die United hatte große Schwierigkeiten gegen zu halten. Erst mit zunehmender Spielzeit verloren die Gäste ihre Struktur und übten nicht mehr so viel Druck aus, Varl hingegen kam sogar zu zwei sehr guten Konterchancen.
Nach dem Seitenwechsel begann die kritische Phase des Aufsteigers, denn der Zugriff ging immer weiter verloren. Insbesondere fehlte es an Entlastung, da nach den Ballgewinnen das Spielgerät schnell wieder beim Gegner landete. Einzig der Wille und die Leidenschaft hielten die Rot-Weißen im Spiel. In einer der ganz seltenen Gegenangriffe schickte Christoph Sander Stürmer Tobias Rüter, der sich in den Strafraum durchtankte. Timo Fröhlich legte den Varler Angreifer, folgerichtig gab es Elfmeter und auch die gelb-rote Karte für Fröhlich. Den fälligen Strafstoß verwandelte Rüter, der sich damit gleichzeitig für eine läuferisch herausragende Leistung belohnte.
Oppenwehe drückte, Varl konterte unzureichend. In der sechsten (!) Minute der Nachspielzeit wurde es dann noch einmal hochdramatisch: Nach einem Angriff war Keeper Sander schon geschlagen, der Ball für viele im Tor. Doch Innenverteidiger Lars Meier bugiserte die Kugel im letzten Moment über das Tor und rettete den Unionern den wichtigen Heimsieg. Nach dem Schlusspfiff sackten die meisten der siegreichen Spieler erschöpft zu Boden, mit Glück und Leidenschaft hat es zum Derbysieg gereicht.

 

15.04.2014 - Einmal unglücklich und einmal eingeplant
 
Auch im zweiten Auswärtsspiel in Folge gab es für die Union I keine Punkte. In Theesen verlor man gegen die zweite Mannschaft mit 1:2 (1:0). Sebastian Lange kehrte nach seiner Verletzungspause wieder zurück in die Startelf. Jens Meier nahm dafür auf der Bank Platz.
United legte einen Blitzstart hin. Bereits nach 5 Minuten versenkte Sven Kassen eine Ecke von Pascal Meier zur 1:0 Führung im Netz. Mit der Führung im Rücken ließ man den Gegner nur schwer ins Spiel kommen und hatte selbst einige gute Kontermöglichkeiten, die aber ungenutzt blieben. Zu Beginn der zweiten Halbzeit verstärkte Theesen den Druck und kam in der 60. Minute nach einem Freistoß zum Ausgleich. Union wurde nun mehr und mehr in die Defensive gedrängt, Marcel Redeker vereitelte mit einigen Paraden den Rückstand. Es gab nur noch vereinzelte Entlastungsangriffe. Einen davon schloss Patti Spreen in der 75. Minute mit einem Schuss an den Außenpfosten ab. Im direkten Gegenzug stand ein Theesener Angreifer nach einem langen Ball plötzlich frei vor dem United Tor und schob zum 2:1 für die Gastgeber ein. Die letzten 15 Minuten warf Union nun nochmal alles nach vorne, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. Die größte Chance zum Ausgleich hatte dann in der 93. Minute wieder Patti Spreen als er freistehend knapp am Tor vorbei schoss. Letztendlich musste man sich aber mit leeren Händen wieder auf den Heimweg machen. Weiter geht es am Ostermontag mit dem wichtigen Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Union Minden. Anstoß ist wie immer um 15h.
 
Einkalkuliert und abgehakt
 
Union Varl II hat sein Auswärtsspiel in Börninghausen mit 1:5 (0:2) verloren. Bereits nach 180 Sekunden stand es 2:0 für die motivierten Gastgeber, Varl aufgrund der bekannten Gründe noch nicht wirklich auf dem Platz. Nach der ersten Angriffswelle der Eggetaler verflachte das Spiel merklich, Börninghausen blieb deutlich überlegen, nahm aber Dampf aus der Partie. Nach dem Seitenwechsel kamen die Rot-Weißen sogar zum 1:2, Claudio Roch vollendete einen Pass von Arif Arifoglou. Mit zunehmender Spielzeit verließen die United dann die letzten Kräfte und man musste in die Gegentore drei bis fünf einwilligen.
Weiter geht es bereits am heutigen Dienstag mit dem wichtigen Derby gegen den FC Oppenwehe, Anstoß in Varl ist um 19:30 Uhr.

 

08.04.2014 – Auf den Doppelsieg, folgt die Doppelniederlage
 
Eine herbe 5:2 (2:0) Niederlage gab es für die erste Mannschaft beim Auswärtsspiel in Kutenhausen. Sebastian Lange musste aufgrund einer Wadenverhärtung pausieren. Dafür rückte Benni Drumann wieder auf seine angestammte Linksverteidiger Position und Jens Meier übernahm den Posten in der Innenverteidigung. Die Vorentscheidung fiel bereits nach 9 Minuten, als man den Gegner zweimal zum Tore schießen einlud und dieser die Chancen zur frühen 2:0 Führung nutzte. Union schaffte es nicht kompakt in der Defensive zu stehen und Kutenhausen in Zweikämpfen zu bearbeiten. Aber auch im Spiel nach vorne lief wenig Konstruktives zusammen. Lediglich eine Torchance durch Marcel Rosengarten, der am Torwart scheiterte, gab es im ersten Durchgang zu verzeichnen. Direkt nach dem Wiederanpfiff dann die endgültige Endscheidung als der Gegner einen Foulelfmeter zum 3:0 verwandelte. Union bekam weiterhin kaum Zugriff auf die schnellen Kutenhauser Spieler. Zwangsläufig dann das 4:0 (75.) und 5:0 (79.) nach Fehlern im Spielaufbau und schnell vorgetragenen Kontern. Andre Lange konnte dann in den Schlussminuten mit seinen Treffern zum 1:5 (86.) und 2:5 (90.) noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Insgesamt eine verdiente Niederlage gegen einen starken Gegner, der an diesem Tag klar überlegen war. Weiter geht es am nächsten Sonntag wieder mit einem Auswärtsspiel. Dieses Mal fährt der Bus Richtung Bielefeld zur 2ten Mannschaft vom VfL Theesen. Anstoß ist um 15h.
 
Verdiente Niederlage an der Obernfelder Allee
 
Union Varl II hat einen großen Big Point im Abstiegskamp verpasst. Beim FC Lübbecke II gab es eine 3:2 (2:1) Auswärtsniederlage. Varl fand gegen sehr druckvolle Lübbecker schlecht ins Spiel und lag nach einem berechtigten Elfmeter sowie  nach einem Kopfball bereits nach 20 Minuten mit 0:2 hinten. Erst nach einer Systemumstellung bekam man die starken Gastgeber besser in den Griff, diese nahmen allerdings auch zwei Gänge raus. Mit dem Halbzeitpfiff erzielte Tobias Rüter per Volleyschuss nach einer Pöttker-Flanke fast aus dem Nichts den Anschlusstreffer.
Nach der Pause kam die Varler Reserve noch besser in die Partie, kam zu einigen Balleroberungen und guten Pressingphasen. Klare Torchancen blieben allerdings Mangelware. Nach einem Freistoß köpfte Lübbecke dann das 3:1, erneut Tobias Rüter schaffte in der 89. Minute nur noch den Anschluss. Eine etwas ärgerliche aber undramatische Niederlage im Klassenkampf. Weiter geht es bereits am kommenden Dienstag um 19:30 Uhr gegen den Tabellenführer aus Gehlenbeck. Nicht nur aufgrund der großen Personallage eine große aber druckfreie Herausforderung für den Aufsteiger.

 

01.04.2014 – 4:0! und das gleich doppelt
 
Die erste Mannschaft kam am Sonntag zu einem klaren 4:0 (2:0) Heimsieg gegen den Tabellenletzten SV Hausberge. Im Vergleich zur Vorwoche rückte Marvin Koch wieder in die Innenverteidigung, Jens Meier übernahm den Part als Linksverteidiger. Tobias Nürnberg und Benjamin Drumann nahmendafür auf der Bank platz.
Union zeigte im Vergleich zur Vorwoche ein anderes Gesicht und begann konzentriert und engagiert. Folgerichtig die 1:0 Führung in der 18. Minute durch Marcel Rosengarten, nachdem er den Ball am herauseilenden Torwart vorbeigelegt hatte. Hausberge kam besser ins Spiel und besaß einige Chancen zum Ausgleich, scheiterte aber am Pfosten, an Marcel Redeker oder am eigenen Unvermögen. So nutzte United in der 43. Minute die zweite Torchance zum 2:0. Mario Niestrath bediente nach starker Balleroberung Pascal Meier, der den Ball unhaltbar ins lange Eck schlenzte.
Mit der Führung im Rücken ließ Union Hausberge in der zweiten Halbzeit kaum noch zur Entfaltung kommen. In der 58. Minute die Vorentscheidung, als Andre Lange nach einem Eckball Mario Niestrath bediente und dieser aus 5 Metern einköpfen konnte. United kontrollierte das Spielgeschehen, ließ aber einige Konterchancen ungenutzt. Erst kurz vor Schluss erzielte Sven Kassen den verdienten 4:0 Endstand. So steht man, vor den letzten 10 Saisonspielen, in der Tabelle weiterhin auf Platz 10 mit 30 Punkten und 40:41 Toren.
Weiter geht es am nächsten Sonntag mit einem Auswärtsspiel beim SV Kutenhausen/Todtenhausen
 
United´s Zweite war nach der 0:1 Niederlage am vergangenen Sontag gegen Schnathorst II um Wiedergutmachung bemüht. Das Trainerteam baute die Startelf gegen die Reserve des TuS Dielingen etwas um: Oliver Sander kehrte nach einem Kurzurlaub in die Startelf zurück und agierte mit Janosch Redeker auf der Doppel-Sechs. Die neue Innenverteidigung bildeten Marco Krämer und Lars Meier. Die anderen Positionen blieben zum letzten Spiel unverändert.
Zum Spiel: Varl von der ersten Minute an bissig in den Zweikämpfen und ließ überhaupt keine Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde. In der 22. Minute setzte sich Maik Supe gegen zwei Gegenspieler durch und versenkte den Ball mit einem Fernschuss im gegnerischen Gehäuse. Nur drei Minuten später war es Tobias Rüter der einen Rückpass der Dielinger erlief, den Torwart umkurvte und ins leere Tor einschob.
Mit 2:0 ging es dann in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel köpfte Oliver Sander nach einer Ecke zum 3:0 ein und zehn Minuten vor Schluss markierte Janosch Redeker den 4:0 Endstand. United hätte durchaus höher gewinnen können doch ließ man nach schönen Kombinationen, hochkarätige Torchancen liegen.
Sonntag muss Varl II zum Auswärtsspiel nach Lübbecke. Anstoß gegen die FC Reserve ist um 13:15 Uhr.

 

26.06.2013 - Das Bezirksliga ABC zum Saisonrückblick
 
A wie Abstiegskampf: Nichts für schwache Nerven, das wochenlange Warten auf den entscheidenden letzten Dreier war schon eine Belastungsprobe für die Nerven. Dafür macht ein Last-Minute Happy End noch mehr Spaß zu feiern.
 
B wie Bezirksliga: Für uns alle absolutes Neuland. Fazit: Es hat unglaublichen Spaß gemacht. Viele Touren, neue Sportplätze und Gegner. Ein paar Geschichten für kommende Enkel werden wohl dabei sein.
 
C wie Christoph Sander: Hielt in der Hinrunde mit überragenden Paraden viele Punkte fest und war somit ein ganz großer Baustein für den Klassenerhalt. Seine Leistungen geraten nicht in Vergessenheit, Danke Christoph!. Das beste Torwartduo der ganzen Liga kickt eindeutig in Varl
 
D wie Derbys: Nehmen wir das erste Bezirksliga Spiel der Vereinsgeschichte in Frotheim. Eines der unglaublichsten Auftritte unserer Mannschaft. Ein Offensivfeuerwerk endet in einer 0:1-Niederlage. Auch sonst gab es keinen Derbydreier. Nächstes Jahr gibt es dann gleich 6x die Chance das besser zu machen
 
E wie Energieleistung. 11 Spiele in 42 Tagen lautete das Mammutprogramm Ende Februar beginnend. Nochmal Herzlichen Glückwunsch an die Entscheidungsträger, die die grandiose Idee einer 18er Bezirksliga hatten. Chapeau! 34 Spieltage in einem engen Kalender ohne Rasenheizung und ähnliches ist für Amateurfußballer so durchführbar wie ein Eishockeymatch an der Copa Cabana. Coole Idee Anfang Februar wieder zu kicken, leider völlig realitätsfremd. Wenn diese Rückrunde mit bis zu sieben englischen Wochen in Folge (das hat kein Champions-League Teilnehmer) der Maßstab für die nächsten Jahre sein soll, freuen sich alle Sportärzte. Für Amateurkörper ist das eine Zumutung. Mal ganz nebenbei auch für alle Berufstätigen und Studenten...
 
F wie Fans: Kaum ein Verein hat sich wohl so einen Namen gemacht wie der Anhang der Varler Union. Volle Busse und leere Fässer beschreiben die herausragenden Auswärtsfahrten. Mehr als ein gastgebender Verein wurde schlichtweg leer getrunken. Auch sonst Treue und Unterstützung auch in den schweren Phasen. Vielen Dank dafür!
 
G wie Geld: Schien diese Liga zu regieren. Schön zu sehen, dass es auch anders geht! Ein sportlicher Klassenerhalt ist immer noch der Schönste!
 
H wie Heimvorteil: 23 Punkte wurden zu Hause geholt, nur 15 in der Fremde. Es gibt angenehmere Ausflüge als eine Partie im United Park spielen zu müssen.
 
I wie Irre. Der unglaublichste Moment der Saison wohl das Auswärtsspiel in Leopoldshöhe. Mit 1:2 lag man bis zur 89. Minute zurück, ehe die bekloppteste Nachspielzeit seit 1999 anbrach. Die Bilder an das Last-Minute 3:2 von Steffen Wegehöft sorgen jetzt noch für Gänsehaut pur.
 
J wie Jens Meier: Wurde als A-Jugend Spieler Stammkraft in der Mannschaft und ein ganz wichtiger Spieler in der Offensive. Gehört zum starken 94er-Jahrgang, in dem auch Marcel Redeker und Dominik Wehbrink schon jetzt Bezirksligaformat bewiesen. Der Nachwuchs ebenfalls ein zentraler Baustein dieser Erfolgsgeschichte.
 
K wie Krankenstand: Eine große Ausfallliste war aufgrund des Spielplans zu erwarten. Doch so krass hat man eine Serie wohl noch nie gehabt. Beeindruckend mit welcher Selbstverständlichkeit die wichtigsten Ausfälle immer wieder aufgefangen wurden, jeder im Kader hat seine Aufgaben erfüllt. Die große Breite des Kaders, ein Meilenstein zum Klassenerhalt.
 
L wie Lange, Sebastian. Erlebte eine Achterbahn-Saison sondergleichen. Teils überragende Spiele, dann die schwarze gelb-rot Serie. Zu Beginn der Rückrunde dann schwer verletzt und leidete aus der ungewohnten Position von der Linie aus wie ein Hund. Ganz Varl freut sich schon auf sein Comeback im Sommer!
 
M wie Mexiko: Der wohl größte Transfercoup des Sommers. Mit unbändigem Willen und unglaublichen Zweikämpfen spielte sich Marco Hodde in die Mannschaft und vor allem in die Herzen der Fans.
 
N wie Naturrasen: Ein Kunstrasenplatz ist uns noch nicht vergönnt und so wird weiter auf einer echten Wiese gekickt. Trotz des harten Winters und der einseitigen Trainingsbedingungen wurde zum Ende der Serie sogar wieder ein brauchbarer Platz daraus. Ein großes Kompliment an alle Verantwortlichen um Tielbürger, Wiehe und Co.!
 
O wie Ostern: Der 4:3-Sieg gegen Hausberge wohl ein Knackpunkt der Saison. Auftakt zu einer Serie von Punkten. Dank Huntelaar durfte United trotz lebendiger Spielvorbereitung jubeln und ebnete so den Weg Richtung Klassenerhalt.
 
P wie Presse: Trotz engem Spiel immer dabei, vor- und auch nachberichtet. Ein großes Dankeschön an die Pressevertreter für die intensive und stets ehrliche Berichterstattung.
 
Q wie Qualitätsnachweis: Über die Hälfte der Spiele nicht verloren, in fast jedem Spiel mitgehalten. Der Aufstieg ist die eine Sache, aber dieser (verdiente) Klassenerhalt ein eindeutiger Qualitätsnachweis.
 
R wie Rentnerbank: Sie ist längst Kult und wächst immer mehr. So passten teilweise nicht mehr alle Zuschauer in unserem erfahrensten Block auf die Bank und machten eine zweite Reihe auf. Von den Gesprächen über die ganz alten Zeiten zeigte sich sogar schon die zufällig daneben stehende Presse begeistert.
 
S wie Sebastian Numrich: Denkmal Nummer eins ist gerade aufgebaut, da stellt er sich schon das zweite da hin. Schrieb mit dem Aufstieg und dem Klassenerhalt zwei mal Vereinsgeschichte. Mit Ruhe und Geduld hielt er stets alle Fäden in der Hand und leitete seine Mannschaft zum großen Ziel. Der Meistertrainer ist nun ein gestandener Bezirksliga-Trainer.
 
T wie Torjäger. Na, wer hat beim Buchstaben L, Langen Andre vermutet? Jetzt wollen wir aber auch ihn ehren. Hat sein Bezirksligaformat absolut bewiesen und mit vielen Toren zum Klassenerhalt beigetragen. Bewies gegen Vlotho auch echte Führungsqualitäten.
 
U wie Unterhaltung: 137 Tore fielen in den 34 Bezirksligabegegnungen der United. Macht einen Schnitt von 4,03 Toren pro Spiel. Über Langeweile und wenig Torraumszenen kann sich wohl kein Fan beschweren. Mit 81 Gegentoren ist man die 12. beste Defensive (eine gute Bilanz für ein Team im Kampf um den Klassenerhalt), 56 eigene Treffer bedeuten den viertschwächsten Angriff der Liga.
 
V wie Vuptras: Die wohl außergewöhnlichste Bewegung der letzten Jahre. Aus einer Schnapsidee wurde am 11.03.13 eine unglaubliche Gruppe gegründet. Gänsehaut-Momente bei den Altherren, unglaublich witzige Dialoge und echte Dramatik samt Austritte aus der Gruppe. Spektakulärer als jede Soap, ein ganz großer Sport!
 
W wie Weiter machen, immer weiter machen: Ob Ausfälle, Rückstände oder Platzverweise, die Mannschaft zeigte sich mental gefestigt. Als beispielsweise Vlotho gegen unsere Not-Elf das 1:0 erzielte, dachten viele an den berühmten Dosenöffner. Klassischer Fall von denkst: Die Jungs rappelten sich sofort auf und antworteten postwendend mit dem 1:1.
 
X wie Xantis: Neben dem Hecht wurden auch hier an zahlreichen Sonntagen Spiele analysiert und sich neue Ziele gesteckt. Chef Ritvan verfolgte den Weg unserer Ersten immer ganz genau und drückte die Daumen. Nun heißt es endlich: Yamas!
 
Y wie Yamas! Siehe X.
 
Z wie Zugabe: Die Zugabe beschert uns die Mannschaft ab August, es folgt das zweite Jahr Bezirksliga!

 

10.06.2013 - Das Bezirksliga-Geschichtsbuch wird weiter geschrieben…
 
Siebzig Fans, eine Mannschaft und ein großes Ziel. Am letzten Spieltag in der Bezirksliga gab es mal wieder ein Entscheidungsspiel. Jene Spiele die bei den älteren Varlern ein gewisses Unwohlsein hervorrufen, alle jüngeren Jahrgänge sind da etwas entspannter, denn in der jüngsten Vergangenheit entschied die United sämtliche Entscheidungsspiele für sich. Im Rennen um den letzten Nichtabstiegsplatz nahmen noch SuS Wulferdingsen und der VfL Frotheim teil. Die „Wölfe“ hatten ihr Gastspiel beim TuS Tengern und Frotheim empfing den Tabellenführer SV Rödinghausen II.
 
Tabelle vor dem Spieltag:
13. Platz: SV Hausberge 38 Punkte
14. Platz: Union Varl 35 Punkte
15. Platz: SuS Wulferdingsen 34 Punkte
16. Platz: VfL Frotheim 33 Punkte
 
Damit lag der Vorteil bei United, denn mit einem Sieg gegen Hausberge wären die Ergebnisse der Konkurrenz völlig nebensächlich. Um ihre Mannschaft anzufeuern nahmen rund 70 United-Anhänger die lange Reise auf sich und heizten über 90 Minuten ihre elf Spieler in Rot richtig ein.
 
In der Startelf nahm Trainer Sebastian Numrich einige Veränderungen zum Spiel gegen Stift Quernheim vor. Im Tor und in der Viererkette blieb alles beim Alten, Redeker stand zwischen den Pfosten und Patrick Spreen, Marvin Koch, Mario Niestrath sowie Benni Drumann bildeten die Abwehrreihe. Vor der Abwehr spielten Marco Hodde und Kapitän Sven Kassen. Die Offensive setzte sich aus Steffen Wegehöft, Tobias Nürnberg und Pascal Meier zusammen, die Stürmer Andre Lange mit Flanken „füttern“ sollten. Auf den Klappstühlen nahmen neben Ersatzkeeper Christoph Sander noch Michael Wolter, Lars Meier, Timo Meyer, Dominik Wehbrink und Niklas Drunagel Platz.
 
Vor einem solchen Spiel malt sich jeder Akteur den perfekten Spielverlauf aus: „Durch ein schnelles Tor früh in Führung gehen.“ United hielt sich dran! In der 5. Minute erzielte Pascal Meier mit einem Fernschuss das 0:1. Hausberge´s Torhüter Kuse wirkt dabei etwas unglücklich, als der Ball unter seinem Fuß ins Netz rollte. Union setzte die Spieler von Trainer Lars Thielking in den ersten 20 Minuten gut unter Druck. Durch intensive Zweikämpfe, einem guten Passspiel und mutigem Spiel nach vorne gewannen die Spieler zunehmend an Selbstvertrauen. In der 19. Minute dann die zweite Großchance für die Roten. Nach einem Pass von Patti Spreen tauchte Andre Lange frei vor dem gegnerischen Gehäuse auf, doch diesmal konnte Kuse den Schuss von Lange noch parieren. Acht Minuten später war der Sieger dieses Duells United´s Spieler mit der Rückennummer 9. Lange setzte einem Rückpass aus Hausberges Viererkette nach, spitzelte den Ball am Torhüter vorbei und schob den Ball über die Linie zum 0:2 ein. Bis zur Halbzeit lebte das Spiel von vielen Zweikämpfen und nur wenig klaren Torchancen auf beiden Seiten. Über gewisse Entscheidungen des Unparteiischen musste man sich an diesem Sonntag schon etwas wundern. Klare Foulspiele übersah der Mann in Schwarz, unterbrach die Partie aber bei völlig harmlosen Zweikämpfen.
 
Damit ging United mit einer 2:0 Führung in die Kabine. Während Numrich seine Spieler warnte, die zweiten 45 Minuten nicht nachzulassen und sich weiter auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, wurde es in der Heimkabine etwas lauter. Dort setzte es von Trainer Thielking eine ordentliche Standpauke an seine Truppe, die trotz des sicheren Klassenerhalts einen sehr motivierten Eindruck machten und Union keinesfalls die Punkte schenken wollten.
 
Die zweite Halbzeit begann dann auch entgegen gesetzt zur ersten. Die Heimmannschaft nahm sich die Ansprache ihres Trainers zu Herzen und kam extrem motiviert und angriffslustig aus den Katakomben. Varl fiel es schwer dem entgegen zu wirken und ließ sich weit in die eigene Hälfte zurück drängen. Doch durch die Ruhe und durch für sein junges Alter extrem abgezockte Auftreten von Marcel Redeker brachte der Mannschaft die nötige Souveränität und Sicherheit wieder ins Spiel. In der 62. Minute wechselte Trainer Numrich dann das erste Mal aus. Vom Feld ging Sven Kassen, der mit einer Erkältung in die Begegnung ging. Für ihn kam Michael Wolter, der die Position des Kapitäns 1:1 übernahm. Im weiteren Verlauf des Spiels kamen beide Mannschaften noch zu einigen Möglichkeiten. Es scheiterte jedoch meist am letzten Pass, der zu ungenau und zu hektisch ausgespielt wurde. In der 82. Spielminute wurde es dann noch einmal unnötig spannend. Nach einer Schwalbe des gegnerischen Mittelfeldspielers im Sechzehner zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Jeglicher Protest half nichts und so kam es zum Duell zwischen Redeker und Alexander Südmersen. Doch der Youngster ahnte die richtige Ecke und parierte den Schuss von Hausberges Top-Torjäger. Nach 93 Minuten war dann der Nicht-Abstieg besiegelt. Nach dem Abpfiff rannten die Ersatzspieler und Verantwortlichen von Union Varl auf´s Spielfeld und freuten sich mit der Mannschaft über ein weiteres Jahr in der Bezirksliga.
 
 
Fazit: Eine Begegnung die für United nicht besser hätte Enden können. Eine kämpferische und konzentrierte Leistung, die über weite Strecken des Spiels reichte für ein den lang ersehnten Klassenerhalt. Der Anblick am Sonntagnachmittag auf dem Bergsportplatz in Hausberge erinnerte schon etwas an den Aufstieg der vergangenen Saison. Der Zusammenhalt zwischen dieser Mannschaft und den Fans ist in dieser Liga wohl einzigartig. Nach dem Spiel wurde mit allen Senioren-Mannschaften, Fans und Freunden des VfL Frotheim im Gasthaus „Zum goldenen Hecht“ noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Durch den Nicht-Abstieg verhalf man zudem noch dem SSV Pr. Ströhen zum Aufstieg aus der Kreisliga B in die Kreisliga A.
 
Union-Varl.de freut sich schon jetzt auf die nächste Saison, wünscht der Mannschaft und den Fans aber erst mal eine ruhige und entspannte Sommerpause, um Kraft zu tanken und wieder die Lust und den nötigen Hunger auf ein weiteres geschichtsträchtiges Jahr Bezirksliga zu bekommen.

 

05.06.13 - 1:4 – United geht in´s Finale
 
Die Vorzeichen zum letzten Heimspiel der Saison am vergangenen Sonntag waren klar: Gewinnt man daheim gegen Quernheim, wäre der Klassenerhalt perfekt. Und mit genau diesem Ziel ging die Mannschaft um Trainer Sebastian Numrich in die Partie. Man wollte vor eigener Kulisse alles klar machen und den zahlreichen Fans im United Park einen der schönsten Sonntage des Jahres bescheren. Die Spieler waren bis in die Haarspitzen motiviert und sogar das Wetter spielte mit. Alles schien perfekt hergerichtet und nun stand den Varlern die Stifte aus Quernheim gegenüber, die keinesfalls klein bei geben wollte.
 
Zur Aufstellung: Zwischen den Pfosten fand wie gewohnt Redeker seinen Platz. Vor ihm sollten Benny Drumann, Marvin Koch, Mario Niestrath und Patti Spreen dem Keeper einen möglichst arbeitsfreien Sonntag schenken. Auf der sechs agierten Marko Hodde und Michael Wolter nebeneinander. Dominik Wehbrink und Pascal Meier sollten Andre Lange und Sven Kassen mit Flanken füttern. Des Weiteren durfte Numrich den Rückkehrer S. Wegehöft wieder im Kader begrüßen. Dieser nahm zunächst neben Tobi Nürnberg, Lars Meier, Niklas Drunagel, Timo Meyer und Christoph Sander auf der Bank platz.
 
Unsere Elf begann mutig gegen den Tabellensechsten, jedoch spürte der Zuschauer, dass die Spieler schon unter Druck standen, da man sich sicher war, dass die Konkurrenz aus Hausberge und Wulferdingsen punkten würde. In der 10. Spielminute dann die erste Chance zur Führung: Ein Quernheimer Innenverteidiger spielt einen lässigen Ball der vermutlich für seinen Nebenmann gedacht war, jedoch den Fuß von Andre Lange fand. Dieser läuft auf das gegnerische Tor zu, wird aber durch den Gegenspieler abgedrängt. Nur 5 Minuten später entsteht die nächste Möglichkeit als Kassen in einer Kontersituation den Ball in die Tiefe steckt und Andre Lange leider mit dem schwächeren Linken abschließen muss – knapp vorbei.
Nach einer guten halben Stunde ein Foul im eigenen 16er. Schade, dass das 0:1 gerade aus einem Strafstoß folgte, da man zuvor noch durch seriöse Defensivarbeit keine Großchancen zugelassen hatte.
 
So ging United mit einem Rückstand in die Halbzeitpause, was aber noch längst kein Grund für hängende Köpfe darstellte.
 
Die zweite Hälfte war geprägt von guten Standards auf Varler Seite. So nickte A. Lange einen scharf getretenen Meier-Freistoß aus dem Halbfeld nur knapp daneben. Den nächsten Freistoß probierte Meier dann direkt und setzte das Leder an den Querbalken – Pech...
Es folgte ein Konter der Gäste: Unsere hochstehende Abwehr bekam den schnellen Daniel Kreimer nicht zu fassen, der nach einem Sprint durch unsere Hälfte abschließend Redeker überspielte und in der 55. Spielminute zum 0:2 einnetzte.
Die Mannschaft holte schnell den Ball aus dem Tor, legte ihn auf den Anstoßpunkt und wollte weitermachen, das Spiel drehen und sich nicht kampflos geschlagen geben. So erzwang sie weitere gute Chancen. Der inzwischen eingewechselte Tobi Nürnberg traf kurz vor dem Tor leider nur den Keeper, der den Ball abprallen ließ, woraus ein riesiges Durcheinander im Fünfer entstand. Dass der Ball letztendlich nicht den Weg ins Tor fand, sondern wieder mal am Pfosten vorbei kullerte, zeigte den Charakter der gesamten Partie. Erst in der 84. Minute zappelte die Pille das erste und einzige Mal im Netz der Gäste. Nach einer harten Hereingabe von Patrick Spreen, traf ein Quernheimer Abwehrspieler den Ball falsch und somit das eigene Tor – 1:2!
Die United warf nun alles nach vorn um mindestens noch einen Punkt aus dem Spiel mitzunehmen. Allerdings kamen in den letzten Minuten noch zwei Gegentore hinzu, dies lag zum größten Teil an der Tatsache, dass man hinten aufmachen musste, um nach dem späten Anschlusstreffer überhaupt noch eine Chance zu haben und zum Anderen an einem doofen Foul im eigenen 16er, der abermals einen Strafstoß zur Folge hatte. So stand es am Ende 1:4.
 
Die Konkurrenz gewann als klarer Außenseiter seine Partien auf unglaubliche Art und Weise, genau wie man es vorher erwartet hatte.
 
Nun hat Union diesen Sonntag sein Endspiel in Hausberge, wo es um „Alles oder Nichts“ geht. Gewinnt man das Spiel, kann einem der Klassenerhalt nicht mehr genommen werden. Der Wille der Spieler wird größer sein denn je, um es mit den Worten Sven Kassens zusagen: „Es gibt genug Gründe, das Spiel gewinnen zu wollen!“ Also lasst uns ein letztes Mal vor der Sommerpause alle Varler Kräfte bündeln und die Mannschaft unterstützen wo es nur geht.
 
Wir packen das!

 

27.05.2013 – Die Erwartungen übertroffen – 1:1 in Vlotho
 
Die letzten vier Spiele gegen Rödinghausen, Lohe, Werther und Kirchlengern gingen allesamt verloren und das Selbstvertrauen der Spieler wurde von Spiel zu Spiel nicht größer. Wenn man dann auch noch die Ausfallliste betrachtete konnte einem schon etwas mulmig werden: Steffen Wegehöft (Urlaub), Patrick Spreen, Sebastian Lange, Sebastian Numrich und Jens Meier (alle verletzt), Pascal Meier und Sven Kassen (beide Champions-League Finale in Londen).
 
Es gab schon bessere Nachrichten vor einem Auswärtsspiel beim Tabellensechsten SC Vlotho. Doch als der Spieler-Bus um 12:45 Uhr vom Goldenen Hecht abfuhr, spürte man bei jedem Spieler die Lust auf das Spiel und auch den absoluten Willen den Spielern aus Vlotho die Punkte keinesfalls schenken zu wollen.
 
Die Aufstellung ergab sich für Trainer Sebastian Numrich quasi von selbst: Im Tor stand Marcel Redeker und die Viererkette setzte sich aus Dominik Wehbrink, Mario Niestrath, Marvin Koch und Benjamin Drumann zusammen. Auf der Doppelsechs agierten Routinier Michael Wolter und Niklas Drunagel. Marco Hodde, Tobias Nürnberg und Lars Meier bildeten hinter Andre Lange die Offensivreihe. Auf der Bank nahmen Timo Meyer, Tobias Rüter, Daniel Pöttker und Bastian Kummer platz.
Nachdem der Stadionsprecher die Aufstellungen verlesen hatte und die ca. 20 mitgereisten United-Fans herzlich begrüßte pfiff Schiedsrichter Klaus Muenstermann pünktlich um 15 Uhr an.
 
Ab der ersten Minute, ließ der SC den Ball durch die Viererkette laufen, doch die gute Defensivarbeit und das Verschieben der Gäste ließ kaum Lücken zu. Nach einem Doppelpass konnte Nico Natale die Varler Viererkette überwinden, doch seine flache Hereingabe auf den lauernden Stürmer wusste Marcel Redeker durch einen Hechtsprung zu verhindern. Im Gegenzug kam Andre Lange aus spitzem Winkel zur ersten Varler Einschussmöglichkeit, doch der Schuss verfehlte das Gehäuse von Keeper Sonntag nur knapp. Die zweite Großchance vom Gastgeber ergab sich nach einer Ecke. Den Varlern gelang es nicht den Ball zu klären und plötzlich lag der Ball vor Dietrich Koch, der jedoch die gute Einschussmöglichkeit nicht nutzen konnte und das runde Leder ein gutes Stück über das Tor setzte. Das Ballbesitzverhältnis lag bei gefühlten 70:30 bei den Spielern um Trainer Frank Warbende, es ergab sich daraus allerdings keine spielerische Überlegenheit und auch nur ganz wenige Torchancen.
 
Es blieb beim 0:0 zur Halbzeit und die Numrich-Elf konnte zufrieden in die Kabine gehen.
 
Die zweiten 45 Minuten verliefen ähnlich wie die ersten. Vlotho wollte United ihr Spiel aufdrängen, aber diese wussten es durch weiterhin gutes Verschieben abzuwehren. Nach 55 Minuten musste Numrich dann das erste Mal wechseln. Mario Niestrath der schon in der ersten Halbzeit nach einem Zweikampf mit blutender Lippe zur Behandlung kurz das Feld verlassen musste, konnte nach einem Schlag auf den Knöchel nicht mehr weitermachen. Timo Meyer kam für ihn in die Partie. Benni Drumann nahm die Innenverteidiger-Position von Niestrath ein und Meyer rückte auf die Linksverteidiger-Position. Weiterhin gelang es keiner von beiden Mannschaften sich vor das gegnerische Tor zu spielen und so blieben Torchancen auf beiden Seiten Mangelware.
In der 79. Minute brachte Dietrich Koch mit einem direkt verwandelten Freistoß die Vlothoer in Führung. Die Varler Mauer rechnete mit einem Heber über die Mauer und sprang hoch, dies nutzte Koch und verwandelte mit einem flachen satten Schuss im unteren linken Eck. Marcel Redeker war mit den Fingerspitzen zwar noch dran, konnte den Ball aber nicht mehr entscheidend am Tor vorbei lenken. Ein Tor wie aus dem NICHTS und Spieler, Trainer und Fans fragten sich wie das passieren konnte. Doch kein Unioner auf dem Kunstrasenplatz ließ die Köpfe hängen und prompt gelang Andre Lange eine Minute später der Ausgleich. Nach dem Anstoß kam der Ball aus der Mitte auf Benjamin Drumann, der den Ball lang auf Lange schlug. Dieser setzte sich im Zweikampf auf außen durch und setzte dann zu einem 30-40 Meter Sprint Richtung Tor an und schob den Ball ins lange Eck sicher ein. Die Auswechselspieler sprangen von der Bank und freuten sich mit Trainer und Betreuer über den Treffer. Die letzten Minuten mussten jetzt noch im strömenden Regen herunter gezittert werden, bis der Abpfiff ertönte und das Unentschieden und damit der Punkt gesichert war.
 
Ein Punkt der im Abstiegskampf noch sehr wertvoll sein kann. United steht jetzt vier Punkte vor den gefährdeten Plätzen und kann mit einem 3er gegen den BV Stift Quernheim den Nicht-Abstieg perfekt machen. Doch dies wird nicht einfach denn die Quernheimer gewannen am vergangen Wochenende mit 5:3 gegen den Tabellenführer aus Rödinghausen. Aber wenn alle Spieler wieder dieselbe Einstellung finden wie gestern gegen den SC kann es ein schöner Sonntag werden.
Der Kader wird sich auch wieder vergrößern, Steffen Wegehöft kommt aus seinem Urlaub zurück und Patrick Spreen wird am Mittwoch wieder ins Trainingsgeschehen einsteigen. Auch Kassen und Meier sind gesund aus England zurückgekehrt. Anstoß zum letzten Bezirksliga-Heimspiel in der Saison 12/13 startet um 15 Uhr.

 

13.05.2013 - 6:2 – United läd Werther zum Schützenfest ein
 
Die Auswärtspartie der heimischen Bezirksligamannschaft fand an diesem Wochenende bereits am Samstag statt. Das Team war zu Gast beim Ballverein aus Werther. Obwohl erneut kein Fanbus eingesetzt wurde, fanden einige hartgesottene Fans den Weg in den Süden.
Skeptische Blicke und ein leichtes Betasten des Kunstrasenfeldes, sah dieser doch so anders aus als alle anderen Plätze in der Liga. Man wusste, dieses Spiel würde nicht nur aufgrund des starken Gegners hart werden.
Trainer Numrich rotierte erneut: Zwischen den Pfosten stand wie schon gegen Lohe Marcel Redeker, der Kapitän wurde in die Kette neben Marvin Koch gezogen. Die Außenbahnen sollten Patti Spreen auf der rechten und Benni Drumann auf der linken Seite dicht halten. Das Mittelfeld wurde von Tobi Nürnberg, Marko Hodde, Niklas Drunagel, Dominik Wehbrink und Pascal Meier besetzt. Andre bildete die Spitze.
In der ersten Halbzeit zeigte die Elf ein gutes Spiel, ähnlich den ersten 45. Minuten gegen Rödinghausen. Der Gegner hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte jedoch keine zwingenden Chancen erspielen. Dann das „Deja vu“: Fast mit dem Halbzeitpfiff versenkte Topstürmer Tobias Solfrian das Leder im Netz hinter Torhüter Redeker - mal wieder ärgerlich..
In der Kabine nahm die Mannschaft sich vor zurückzuschlagen, um doch noch einen Punkt in die Heimat mitzunehmen. In der 49. Minute trafen die Hausherren entgegen aller Varler Motivation und Hoffnung erneut. Grund zum Jubeln hatten die mitgereisten Fans kurze Zeit später, als Andre Lange nach seinem Treffer zum Anschluss den Ball aus dem Netz der „Wertheraner“ holte. Da geht doch noch was? Doch die anschließenden Minuten nutzten die Weißen um zu demonstrieren, wer der Herr im eigenen Hause ist. Sie erhöhten auf 4:1, wodurch das Spiel wohl gelaufen sein dürfte. Auch Pascal Meier konnte die Niederlage mit seinem Treffer zum 4:2, nachdem er sowohl Abwehrspieler als auch Torwart umspielt hatte, nicht mehr abwenden. Dass es am Ende 6:2 stand, konnte am niemand so richtig begreifen.
Nun ist die Mannschaft gezwungen, die Lehren aus den letzten Niederlagen zu ziehen, um in den letzten Spielen der Saison noch wichtige Punkte zu holen. Schaut man sich mit Kirchlengern, Quernheim und Hausberge das Restprogramm der United an, wird klar, dass die Gegner nicht leichter werden. Diese Woche darf Union Varl etwas pausieren, um am Montag erholt ins Heimspiel gegen FC RW Kirchlengern zu gehen.

 

02.05.2013 - 0:3 in Bad Oeynhausen - Varl kommt seiner Pflicht nach
 
Eine Sache stand nach der Niederlage gegen Union Minden fest: Die Numrich-Elf musste wieder 3 Punkte einfahren.
Die Mittel dazu? "Kampf, Diziplin und Konzentration" Und genau diese drei Vorraussetzungen legte United am vergangenen  Donnerstag gegen den Tabellenletzten FC Bad Oeynhausen II an den Tag. Das Ergebnis: Ein 0:3 Auswärtserfolg.
 
Doch zunächst einige schlechte Nachrichten. Mit Mario Niestrath, der sich am Dienstag gegen Minden in den letzten
Spielminuten einen Muskelfaserriss am Oberschenkel zugezogen hatte, fehlte ein weiterer Spieler für die Innenverteidigung. Auch Tobias Nürnberg stand wegen einer Erkältung am Donnerstag nicht zur Verfügung.
Trainer Numrich ersetzte beide Spieler, indem er Benny Drumann in die Innenverteidigung neben Marvin Koch schob.  Timo Meyer komplettierte die Viererkette auf der linken Seite. Sven Kassen übernahm erneut die Rolle des 10ers hinter Andre Lange, da Jens Meier höchstwahrscheinlich für drei weitere Wochen ausfällt. Marko Hodde und Niklas Drunagel  spielten vor der Kette.
 
Und nun zum Spiel: Die Elf vom Schnakenpohl nahm das Spiel von der ersten Minute an fest in ihre Hand. Der Ball lief trotz schlechten Rasens gut durch die Reihen, man arbeitete druckvoll gegen den Ball und gewann viele Zweikämpfe. Kurz gesagt: Man ließ hinten nichts "anbrennen". In der 12. Minute dann nach erfolgreichem Kurzpasspiel im Mittelfeld der Pass in die Tiefe von Patti Spreen. Andre Lange - 0:1.
Zur Halbzeit musste Timo Meyer wegen Schwindels draußen bleiben. Sebastian Numrich schenkte Dominik Wehbrink sein Vertrauen und brachte ihn auf der Außenbahn. Anfang der zweiten Halbzeit machten die Varler den Sack zu. Zum 0:2 vollstreckte Patti Spreen aus spitzem Winkel nach einem perfekt geschlagenen Diagonalball von Pascal Meier. Nach einer Stunde dann das 0:3 - Andre Lange traf erneut. Die einzige Großchance der Oeynhausener vereitelte das Aluminium des Varler Tors. Nach zuletzt drei  Spielen in fünf Tagen bekam Marko Hodde seine hochverdiente Pause in der 55. Spielminute. Für ihn kam Michael Wolter auf  den Platz.
 
Die 3 Punkte in Bad Oeynhausen waren enorm wichtig, da direkte Konkurrenten wie der SV Hausberge oder SuS Wulferdingsen ebenfalls siegten. Am Sonntag ist die zweite Mannschaft aus Rödinghausen zu Gast im United Park. Der Gastgeber geht als klarer Außenseiter in diese Partie, hat jedoch nicht vor, die Punkte kampflos an den Tabellenführer zu verschenken.

 

30.04.2013 - 0:2 Auswärtspleite – Varl lässt Punkte im Weserstadion
 
Irgendwie war am Dienstag der Wurm drin. Der Schiedsrichter meinte es wohl nur gut mit den Varler Fans, denn er machte deren Vorfreude auf die Partie kein allzu schnelles Ende. Stattdessen verspätete er sich um gut eine Stunde, sodass das der Hauptakt im Aufeinandertreffen zwischen Union und Union nach hinten verschoben werden musste. Für die Spieler hieß das: Warmhalten und Spannung nicht abfallen lassen bis zum Anpfiff.
 
Mit einiger Verspätung dann der lang ersehnte Pfiff und das Leder rollte über den gut gepflegten Rasen des Weserstadions in Minden. Die Gastgeber gingen mit der Situation besser um, fanden schneller ins Spiel und gewannen anfangs einen Großteil der Zweikämpfe. Der Toptorjäger der Mindener Ramsi Mejri sorgte dann in 14. Spielminute für die Führung der Hausherren in dem richtungsweisenden Spiel. Leider ließ unsere United in den ersten 45 Minuten die „Spritzigkeit“ und den direkten Zug zum Tor vermissen, daher der verdiente Rückstand zur Pause.
Die zweite Hälfte der Partie wurde ein Kampf. Auf beiden Seiten „fightete“ man um Ball und Meter. Die Chancenverteilung war ausgeglichen, so köpfte Patrick Spreen nach einer guten Flanke den Ball am Tor des Gegners vorbei, auf der anderen Seite aber konnte Marcel Redeker gegen Mejri und Duah parieren.
In der 79. Minute machte Günnewich mit seinem Treffer zum 0:2 aus Varler Sicht, allen Hoffnungen der United ein Ende – das Tat weh.
 
Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, die unerwartet verloren gehen, doch jede Mannschaft erwischt mal einen schlechten Tag. Für solche Tage erarbeitet man sich ein 7-Punkte-Polster in den Wochen zuvor. Um den Ausrutscher lediglich einen Ausrutscher sein zu lassen, lautet nun die Devise „Mund abwischen und weitermachen“, denn schon Donnerstag geht es auswärts weiter gegen den Tabellenletzten aus Bad Oeynhausen.
Vielleicht war es auch ein „Weckruf“ zum richtigen Zeitpunkt, um nun konzentriert weiter zu arbeiten. Daumen drücken und bis dahin!

 

30.04.2013 – 1,5 Stunden Fahrtzeit für drei Punkte
 
Es war die weiteste Spiel-Anfahrt für Mannschaft und Fans. Doch so viel sei vorweg genommen, die Reise quer durch OWL sollte nach 90 Minuten Fußball-Kampf belohnt werden. Ein Dorf auf Reisen war zu Gast in der Handballhochburg Lemgo. Sebastian Numrich musste neben dem langzeitverletzten Sebastian Lange lediglich auf den Grippe erkrankten Michael Wolter verzichten. Auch der zuletzt angeschlagene Jens Meier zählte wieder zum Kader. Zudem konnte Mario Niestrath, im Heimspiel gegen den VfL Holsen nicht einsatzfähig, ebenfalls wieder mitwirken. Platz nahm dieser unmittelbar in der Startelf und rückte neben Marvin Koch in die Innenverteidigung. Sven Kassen schob - Achtung Wortspiel - "zurück" auf seine Position "vor" die Abwehr. Komplettiert wurde die "Doppel-Sechs" von Marco Hodde. Vorne blieb alles beim alten. Sturmspitze Andre Lange wurde vom Trio Wegehöft-Meier-Nürnberg umrahmt.
 
Sensationell zeigte sich einmal mehr der United-Express. Rund 40 gut gelaunte Fans wurden mit dem Busunternehmen unseres Vertrauens Richtung Lemgo befördert und sorgten dort für einen tollen rot-weißen Support.
 
Hinein ins Vergnügen: Union zeigte sich in Spiel eins der "Friss-oder-Stirb"-Woche zu Beginn blendend aufgelegt und bestätigte die gute Form der letzten Wochen. Varl ließ in der ersten Viertelstunde Ball und Gegner laufen und war auch in den Zweikämpfen den berühmten Tick "galliger". Kein Zufall, dass bereits in der 09. Minute der Gast die Führung erzielte. Benjamin Drumann konnte sich auf links gut durchsetzen und bediente in der Mitte Pascal Meier. Dieser ließ zwei Gegenspieler stehen und netzte trocken ins linke Toreck ein. Mit dem Tor ebbte das Varler Spiel jedoch ab. Der TBV erhöhte dagegen den Druck und war nun die deutlich bessere Mannschaft. Nach einer Ecke der Heimmannschaft gelang es United noch den Ball zu klären, doch die Abwehr kam zu kurz und Jannik Brosch verwandelte Volley und unhaltbar ins Gehäuse von Marcel Redeker. Lemgo witterte Morgenluft und erkämpfte sich weitere Torchancen. Nach 30 Minuten verfehlte erneut Brosch aussichtsreich per Kopf. Kurze Zeit später dann aber doch die fällige Führung der Hausherren. Kapitän Genadi Krieger verwandelte einen direkten Freistoß aus gut 20 Metern zur 2:1 Führung. Das man auch in Varl Freistöße schießen kann, verdeutlichte - zum psychologisch nicht ganz unwichtig Zeitpunkt unmittelbar vor der Halbzeit - Pascal Meier. Während der Torhüter des TBV noch die Mauer stellte, reagierte Pascal Meier am schnellsten und schoss den Ball um die sich noch positionierende Mauer zum 2:2 ins Tor.
 
Nach dem Seitenwechsel kam der Gastgeber besser aus der Kabine. Die Mannschaft um Trainer Stefan Wirsching spielte sich weitere gute Torchancen heraus, doch Marcel Redeker zeigte einmal mehr seine ganz starke Form. Vom sicheren Rückhalt getragen, schwamm sich auch die Mannschaft wieder frei und warf nach und nach das Ruder um. Nach vierundsiebzig Minuten spielte Steffen Wegehöft den Ball steil auf Andre Lange, der an dem zögernden Torhüter Dogan vorbei zog und von diesem im Strafraum gelegt wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Sven Kassen sicher zum 3:2 Führungstreffer. Nach achtzig Minuten zeigte der Trainer dann sein "goldenes Händchen". Andre Lange wurde durch den wieder genesenden Jens Meier ersetzt und dieser machte sich nach nur zwanzig Sekunden auf, mit seinem ersten Ballkontakt für die Entscheidung zu sorgen.
 
Fazit: Wichtigste Erkenntnis des Tages: United kann auch auswärts! Nach stetig ansteigender Form im Fußballjahr 2013 und einer starken Punkteausbeute auf heimischen Geläuf durfte man nun auch zum zweiten Mal in der Fremde jubeln. Die Schicksalswoche mit den Auswärtsblock Lemgo - Minden - Oeynhausen hätte nicht besser beginnen können! Ein Blick auf die Tabelle ist momentan zwar ganz nett, kann sich aufgrund der vielen direkten Duelle in der gefährlichen Zone aber schnell wieder verschieben. Zeit zum Durchatmen bleibt also nicht. Bereits am morgigen Dienstag gastiert man im Weserstadion zu Minden und tut gut daran den aufgenommen Fahrtwind in weitere drei Punkte umzumünzen. Und am Ende der Woche gucken wir dann mal auf die Tabelle...

 

25.04.2013 - Der United Park – eine Festung
 
Was haben Borussia Dortmund, FC Bayern München und Union Varl in dieser Woche gemeinsam?
Richtig, allen drei liegt die Außenseiterrolle, denn am vergangenen Donnerstag sorgte United's Bezirksligamannschaft für die dritte Überraschung der Woche im deutschen Fußball, man punktete gegen den Vfl Holsen, der bekanntlich der erste Verfolger auf Rödinghausen ist.
 
Trainer Sebastian Numrich musste vor der Partie verletzungsbedingt mal wieder umstellen. Er funktionierte Sven Kassen zum bereits siebten Innenverteidiger der laufenden Saison um. Mario „Huntelaar“ Niestrath konnte wegen einer Verletzung im Auge nicht an der Partie teilnehmen und wird am Freitag operiert. Michael Wolter nahm für den Kapitän die 6er-Position neben Marko Hodde ein.
 
Unglücklicher hätte die Partie nicht beginnen können. Auf einen individuellen Fehler im Aufbauspiel folgte schon in der 2. Minute das 0:1. Redeker im Tor war machtlos gegen den heranstürmenden Angreifer der Gäste, der das Leder an ihm vorbei schob.
Die Varler fanden nicht wirklich ins Spiel und auch keine Mittel gegen die laufstarken Holsener. Zur Halbzeit hätte wohl niemand gedacht, dass diese bei besserer Zweikampfführung, mehr Entschlossenheit im Angriff und vor allem selbstbewusster Körpersprache durchaus verwundbar sind, doch die Elf belehrte die Zuschauer.
Das Mittelfeld stand nun enger am Gegner und wirkte einen Tick energischer in den Zweikämpfen – der Trainer hatte wohl die richtigen Worte gefunden und seinen Spieler aufgezeigt, dass man nur (!) 0:1 hinten lag.
Dann nach gut einer Stunde Spielzeit der lange Abschlag, Andre Lange spekulierte und lief bei vollem Tempo durch. Den Ball schließlich am Fuß wurde er im 16er vom Keeper gelegt – Elfmeter!
Ein Fall für den Kapitän. Dieser versenkte das Runde ganz seriös im gewohnten Eck. 1:1.
 
Anschließend verteidigte Varl stark, hielt die Räume eng und rannte bis die Waden verkrampften. Unsere stärkste Phase fand ihren Höhepunkt im Pfostenschuss durch Steffen Wegehöft – „das Ding hätte drin sein müssen“, wird man später der vergebenen Chance nachtrauern. Gegen Ende der Partie legte man den Augenmerk dann auf's Verwalten, denn mit einem Punkt gegen Holsen darf man zufrieden sein!
 
Fazit: Ein weiterer Schritt in Richtung Klassenerhalt ist getan. Diesen Punkt muss die direkte Konkurrenz erst einmal beim Tabellenzweiten holen. Am Sonntag will die United natürlich an die Leistung unter der Woche anknüpfen und drei Punkte aus Lemgo mitnehmen, um somit die Auswärtsbilanz der Heimstärke anzugleichen. Ein schwierige Aufgabe, die nur mit zahlreicher Unterstützung im entfernten Lande gelöst werden kann. In dem Sinne: „Bis dahin!“

 

24.04.2013 - 3:0 zu Hause = 3 weitere Punkte für den Klassenerhalt
 
Von weitem betrachtet sah der United Park in Varl nach richtig gutem Fußball aus. Die Sonne schien, der Rasen wächst wieder und die frisch abgekreideten Linien weckten in so manchem Ex-Fußballer wieder richtig Lust die steifen Hüften zu bewegen. Doch wer das runde Leder einmal über den Platz laufen lässt, erkennt die großen Risse an der optisch schönen Fassade. Durch die extreme Trockenheit ist der Boden dermaßen hart und uneben, dass nahezu jeder Ball beliebig seine Richtung und vor allem Höhe ändert. Da kommt so mancher flache Kurzpass beim Mitspieler auf Kniehöhe an, was den Eindruck erweckt im Boden wären kleine Sprungfedern eingebaut. Den schönsten Fußball durfte man zum wichtigen Bezirksliga-Heimspiel gegen den SuS Wulferdingsen also nicht erwarten, dafür jedoch Einsatz, Entschlossenheit und Siegeswille.
 
Und genau diese Attribute legte unsere Mannschaft an den Tag. A propos Mannschaft, wir kommen kurz zu den Personalien. Timo Meyer erhielt eine kleine Verschnaufspause, Benjamin Drumann rückte auf die linke Außenverteidigerpositon, die anderen Seite beackerte Dauerbrenner Patrick Spreen, im Zentrum agierten Marvin Koch und Mario Niestrath. Die Doppelsechs besetzten Sven Kassen und Marco Hodde; vorne unterstützten Stürmer Andre Lange die Dreierreihe Tobias Nürnberg, Pascal Meier und Steffen Wegehöft. Die Ausfallliste etwas kürzer als zuletzt, dafür nicht minder prominent: Neben den Langzeitverletzten Sebastian Numrich und Sebastian Lange fehlten auch noch Christoph Sander und Jens Meier, die beide diese Woche wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren werden. Wir beenden das Personal-Roulette und werden sportlich, rein in die Partie!
 
Das Spiel begann mit einer Menge Mittelfeldduellen und wenig Torraumszenen. Die Gastgeber agierten sehr kompakt und konzentriert, entschieden durch enorme Willensstärke die meisten Zweikämpfe für sich. Wollte der Offensivmotor noch nicht so richtig anlaufen, anbrennen ließ man vor dem eigenen Tor nichts. Nach 20 Minuten, mit der eigentlich ersten richtig dicken Möglichkeit, fiel dann das Führungstor. Steffen Wegehöft setzte sich auf der rechten Seite durch und spielte den Ball flach vorher. Andre Lange samt Anhang (also Gegenspieler) stehen am kurzen Pfosten bereit und wer auch immer bugsierte das Leder dann über die Linie zur wichtigen Führung.
Ein paar Minuten später hatte der (durch diverse Vor-Veranstaltungen) bestens gelaunte Anhang schon den Torschrei auf den Lippen, Pascal Meier nagelte seinen Abschluss unter die Latte und von da zurück ins Spielfeld. Was da noch nicht sein sollte, passierte dann kurz vor der Halbzeit. Eckball Tobias Nürnberg und ein Spieler der Gäste brachte das Spielgerät unglücklich im eigenen Tor unter, das 0:2 und eine gefühlte Vorentscheidung.
 
Nach dem Seitenwechsel hatten die Rot-Weißen einige Startschwierigkeiten. Der Gegner durfte längere Zeit kombinieren und näherte sich dem Tor von Marcel Redeker. Doch der Schweiß entstand an der Bande eher durch die pralle Sonne, nicht etwas aus Angst vor einem Gegentor. Denn dem SuS fehlte es an echter Durchschlagskraft, hatte eigentlich nur eine einzige hochkarätige Möglichkeit, als Marco Hodde einen Kopfball auf der Linie klären musste.
Varl tat nicht mehr viel für das Spiel und war vor allem durch Standards gefährlich. Pascal Meier setzte einen Freistoß von halbrechts ein Stück zu hoch an, auf der Gegenseite wurde dann der Gäste-Keeper aktiv. Zwanzig Minuten vor dem Schlusspfiff durfte dann aber auch Meier jubeln. Achtung: Jetzt wird’s schön. Sven Kassen schlägt einen Freistoß diagonal und punktgenau auf den benannten Torschützen. Der nimmt den Ball klasse mit und vollendet die technisch perfekte Aktion mit einem sicheren Abschluss ins lange Eck – die endgültige Entscheidung.
Danach plätscherte die Partie dahin und war bis auf ein Frustfoul der Gäste an Marvin Koch frei von jeglichen Aufregungen.
 
Fazit: Langsam wird es amtlich. Gegen die Teams von unten zeigt unsere Mannschaft die vorhandene Qualität. Mit Leopoldshöhe und Wulferdingsen wurden zwei Kontrahenten deutlich und souverän geschlagen, das am Ende glückliche Hausberge-Herzschlagfinale hatte man sich selber eingebrockt. Vergessen darf man nicht: Nur wenn die Mannschaft wie zuletzt zu 100% konzentriert und engagiert auftritt, kann sie diese Leistung abrufen. Es ist nichts gewonnen und es gibt kein Anzeichen dafür auch nur einen Milimeter nachzulassen. Im Gegenteil: Nach vier richtig guten Spielen in Folge kann man voller Lust den SV Holsen erwarten. Die kommen zwar als klarer Favorit in den United Park, könnten aber bei der derzeitigen Union-Form vor einen schwierigen Abend gestellt werden. Gerade zu Hause kann die Mannschaft völlig druckfrei Gas geben und vielleicht ein Spitzenteam ärgern. Zuzutrauen ist es dieser Truppe derzeit allemal!

 

18.04.2013 - Arbeit ohne Lohn
 
Was mit „Klassenfahrtatmosphäre“ begann, ähnelte nach dem Spiel und den verschenkten Punkten einer Beerdigung. Was war geschehen?
 
Die Union reiste am vergangenen Donnerstag mal wieder mit zwei Bussen zum Auswärtsspiel, diesmal ging 's zum in der Bezirksliga auf dem 9. Platz rangierenden Vfl Theesen II. Auf der einstündigen Fahrt durch halb OWL vertrieben sich die Spieler stets gut gelaunt die Zeit mit „Kartenspielen und Nase gegen die Scheibe drücken“. Kein Wunder, dass der ein oder andere Spieler das Gefühl bekam, er würde mit seiner Grundschulklasse in die Jugendherberge fahren.
Zeitgleich traten die wohl härtesten Fans der gesamten Liga auch ihre Reise in den Süden an. Höchstwahrscheinlich hatten diese im Bus mindestens genauso viel Spaß.
 
Angekommen beim Vfl ertönte dann auch bald der Anpfiff:
Varl konnte sich schnell gegen sehr offensiv verteidigende Theesener einige hochkarätige Chancen erspielen. Große Räume zwischen Angriff und Abwehrreihe wurden gut genutzt, sodass wir in Person von Kassen, Hodde, Wegehöft, Nürnberg, A. Lange und P. Meier oftmals gegen die gegnerische Viererkette anliefen. Angriffe dieser Art führten schließlich in der 35. Minute zum 1:0 durch Sven Kassen.
 
Zur Halbzeit durfte das Varler Publikum zufrieden sein, obwohl es auch aufgrund der guten Chancen ein bis zwei Tore mehr hätten sein können – im Nachhinein „sein müssen“.
 
Dann die zweiten 45 Minuten. Theesen trat nun selbstbewusster auf heimischen Kunstrasen auf. Eine Kopfballverlängerung im Varler Strafraum auf den freistehenden Mann brachte den 1:1 Ausgleich.
Es ging also von vorn los. Die Heimmannschaft setzte auch nach dem Tor die Varler Hintermannschaft weiter unter Druck, hier zeigten sie ihre Klasse, doch auch Marcel Redeker war zur Stelle.
Mitte der Halbzeit standen dann die Varler nach einer Standartsituation wieder im gegnerischen 16er. Während sich einige fragten ob der Ball bereits im Tor wäre, brüllten andere den Ball beinahe ins Netz. Am Ende sah man leider nur Hände, die hinter den Köpfen zusammengeschlagen wurden.
 
In der 79. Minute setzte der Fußballgott dann die Feder aufs Papier und begann das Varler Drama zu verschriftlichen. Das Theesener Trikot übergestreift schrieb er von der Einzelaktion, aus der das 1:2 resultierte. Unfassbar! Hatte man doch bis dato kompakt verteidigt und die Bälle hinten raus geschlagen. Fußball kann so bitter sein.
 
Am Ende stand die Mannschaft da, mit Granulat in den offenen Knien, nassen Trikots und ohne Punkte. Ein Resultat, dass nur zu Stande kommt, wenn man seine Chancen nicht nutzt. Es verdient Respekt, wenn man mit einem solchen Gegner mithalten oder ihn teilweise sogar an den eigenen 16er binden kann, aber „wer den Sack nicht frühzeitig zuschnürt...“
 
Nun denn, am Sonntag gibt’s die nächste Chance auf 'nen Dreier. Daheim muss unsere Elf gegen Wulferdingsen 'ran, die mit einer Leistung ähnlich der aus Theesen und weiterhin super Unterstützung von außen geschlagen werden dürften.

 

14.04.2013 - Überraschung bleibt aus – der SVKT behält die Punkte in Kutenhausen

 

Am vergangenen Sonntag traf unsere Bezirksliga-Elf auf die Spielvereinigung Kutenhausen/ Todtenhausen.
Man wusste den Gegner schon vor dem Spiel gut einzuschätzen, denn man war sich bewusst, dass die Kutenhausener nach zuletzt torreichen Siegen nicht umsonst auf dem 6. Tabellenplatz stehen.
 
Und diese Annahme unterstrich die Heimmannschaft bereits in der 4. Minute: Ein langer Ball aus der Defensive auf den pfeilschnellen Sebastian Stark reichte aus um den mitgereisten Varler Anhang erahnen zu lassen, in welche Richtung das Spiel heute laufen würde. Der Stürmer netzte ein – 0:1 aus Sicht der United.
Die Numrich-Elf musste reagieren und ließ der Ball durch die eigenen Reihen laufen, woraus einige Torchancen resultierten, die jedoch nicht verwandelt werden konnten. Der Gegner zog sich tiefer in die eigene Hälfte zurück, agierte mit vielen langen Bällen und lauerte auf Fehler im Varler Aufbauspiel. Trotz Kunstrasens war eine ungewöhnlich hohe Fehlpassquote Teil unseres Spiels, weshalb die Hausherren immer wieder gefährliche Konter gegen die Abwehrreihe vor Torhüter Marcel Redeker fahren konnte. Für Jubel sorgte unterdessen Pascal Meier, der sich vorm gegnerischen Strafraum gegen drei Leute durchsetzte und plötzlich frei zum Schuss kam, doch auch Kutenhausen hat einen guten Torwart – leider.
Noch vor dem Pausenpfiff verletzte sich Jens Meier, der am Rest des Spiels leider nicht mehr teilnehmen konnte. Nun musste Varl bis zur Pause mit einem Mann weniger verteidigen, was dazu führte, dass Kutenhausen eine Minute vor dem Pausenpfiff auf 2:0 erhöhte.
Die Zuschauer sahen bis zur Halbzeit ein relativ ausgeglichenes Spiel, bedauerlicherweise lief man früh einem Rückstand hinterher und fing sich kurz vor der Halbzeit ein zweites Gegentor.
 
Nach der Pause kam Daniel Pöttker auf das Feld. Er ging auf den Flügel, Pascal Meier ersetzte Jens Meier als hängende Spitze.
Und wieder nahmen die Varler das Spiel in die Hand, jedoch konnten sie auch nach dem Seitenwechsel ihr Aufbauspiel nicht fehlerfrei betreiben. Immer wieder fanden für den Mitspieler gedachte Bälle den Fuß eines Gegners, was nach acht Minuten erneut zum Gegentor führte. Wieder war es Sebastian Stark, der den Ball ins Eck des Varler Kasten schob und nur drei Minuten später auf 4:0 erhöhte. „Wollen die sich jetzt auseinander nehmen lassen?“, wird sich der ein oder andere Fan an der Seitenlinie bei diesem Spielstand gedacht haben, doch Varl zeigte Moral.
Nachdem Marvin Koch in der 62. Minute für Niklas Drunagel gekommen war und somit noch die Chance bekam, zu zeigen, was er unter der Woche aus dem Treffen mit Dieter Eilts mitgenommen hatte, sorgte Pascal Meier in der 80. Spielminute für den Varler Ehrentreffer. Kurz danach durfte auch noch Dominik Wehbrink seine ersten Bezirksligaminuten sammeln – er kam für den Torschützen.
 
Fazit: Die Auswärtsniederlage ist zwar schade, aber kein Grund dafür, den Kopf in den Sand zu stecken, zumal die direkte Konkurrenz an diesem Sonntag auch nicht punkten konnte und sich somit nichts in der unteren Tabellenregion veränderte.
Am Donnerstag steht die nächste Auswärtsreise an. Diesmal geht’s nach Theesen, wo der große Kampf um den Klassenerhalt in seine nächste Runde geht. Dank der guten letzten Wochen steht die United zurzeit mit vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf Platz 13 und darf selbstbewusst die Reise in den Süden antreten.

 

 08.04.2013 - Dunkler Schatten über einem so sonnigen Tag
 
Bis kurz vor Schluss sah es nach einem perfekten Sonntag aus, ja sogar nach einer fast perfekten Woche. Mit 3:0 führte United hochverdient gegen den Gast aus Leopoldshöhe, machte damit die Punkte fünf, sechs und sieben in drei Spielen perfekt und bleibt auch im fünften Spiel in diesem Jahr ungeschlagen (!). Doch diese eine letzte Minute verhagelte einem irgendwie schlagartig die Laune, trotz der ersten etwas wärmeren Sonnenstrahlen des Jahres. Innenverteidiger Sebastian Lange fiel unglücklich auf seinen linken Arm und blieb mit sichtbaren Schmerzen liegen. Mittlerweile ist klar: Gebrochen ist nichts, aber der Ellenbogen war ausgekugelt. Vorraussichtlich wird er Sebastian Numrich zwei Monate lang nicht zur Verfügung stehen. "Basti" konnte aber bereits heute mit einem Gips am linken Arm aus dem Krankenhaus entlassen werden. Trotzdem ein herber Schlag in der eigentlich besten Phase der Saison seit den ersten Spieltagen.
 
Erst einmal zum Spiel. Marco Hodde meldete sich endgültig einsatzbereit und startete mit Sven Kassen auf der Sechs, Mario Niestrath blieb dafür auf der Bank. Marvin Koch kehrte zumindest in den Kader zurück, Innen spielten aber wieder wie am Donnerstag Lange und Benjamin Drumann. Außerdem fehlten weiter Christoph Sander (Trommelfellriss), Pascal Meier (noch geschwächt aufgrund des Magen Darm Infekts), Dominik Wehbrink (Familienfeier) und Sebastian Numrich (Rücken).
Varl startete gut ins Spiel, zeigte sich anders als im Derby von Beginn an kompakt und aktiv in der Zweikampfführung. An diesem Tag sollten zwei Komponenten den Gastgebern in die Karten spielen, denn auf der einen Seite waren die Rot-Weißen richtig gut, passend dazu erwischte der Gegner einen rabenschwarzen Tag.
 
Die erste gute Möglichkeit hatte Torjäger Andre Lange, der einen Freistoß volley knapp am Tor vorbei schoss. Nach 20 Minuten tankte sich Sven Kassen in den Strafraum, wurde gelegt und dem Unparteiischen blieb gar keine andere Möglichkeit als auf den Punkt zu zeigen. Der Kapitän selber trat zum Strafstoß an und verwandelte sicher zur verdienten Führung. Nach einer halben Stunde zog der wieder sehr auffällige Jens Meier am Torwart vorbei, legte auf Kassen ab, doch der zielte mit links etwas zu hoch. Andre Lange zwang dann den Gästekeeper Tegtmeier mit einem Kopfball zu einer schönen Flugeinlage. Auf der anderen Seite gab es für Jungtorwart Marcel Redeker wenig zu tun, seine Vorderleute ersparten ihm einen Großteil der Arbeit. Nur einmal, nach einem Missverständnis zwischen Redeker und Sebastian Lange, wurde es brenzlig, doch der Ball ging knapp am Tor vorbei. Zurück zum gegnerischen Strafraum, wo deutlich mehr los war: Hier wurde Patrick Spreen von den Beinen geholt, der zweite berechtigte Elfmeter für United. Diesmal trat Jens Meier an und stand dem erfahrenen Kassen in nichts nach, er netzte sicher zum 2:0. Meier leitete auch die letzte Großchance der ersten Halbzeit ein. Der 18-jährige spielte Andre Lange frei, der alleine aufs Tor laufend knapp unten rechts vorbei schoss.
 
Suchte man häufig vor lauter Haaren die Suppe, war es nach den ersten 45 Minuten schwer ein Haar in der schmackhaften Speise zu finden. Nicht nur das die Mannschaften konzentriert verteidigte, auch die Zuspiele nach vorne waren zielstrebig und ermöglichten dank tollen Kombinationen viele Abschlüsse. Dort hätte schon das ein oder andere Tor fallen können / müssen, um das Spiel endgültig zu entscheiden. Eine gewisse Ungenauigkeit beim Abschluss ist zu dieser Jahreszeit allerdings aufgrund des fehlenden Rhythmus normal.
 
Im zweiten Durchgang ließ der Gastgeber nicht nach, hatte merklich eine Menge Spaß am Fußball spielen. Nach Langes Flanke köpft Jens Meier über das Tor, wenig später scheitert der eben genannte Flankengeber nach einem Kassen-Freistoß am Torwart. Nach wiederum einem Pass von Sven Kassen traf Andre Lange dann ins Netz, doch der Schiedsrichter wollte eine Abseitsstellung erkannt haben – fraglich. Doch die Dominanz der Gastgeber ging weiter, mittlerweile erinnerte viel an die Meistersaison, lange lief ein Spiel nicht mehr so flüssig durch. Wiederum Lange (in jedem Schulaufsatz hätte der Lehrer die Namen Meier, Kassen und vor allem Lange mittlerweile als Wiederholungsfehler angestrichen) schloss nur ans Außennetz ab und verfehlte das Ziel denkbar knapp. Dann endlich die endgültige Entscheidung: Nach einer Hereingabe von Wegehöft stand Kassen am langen Pfosten bereit und schob die Kugel rein, macht seinen Doppelpack und den wichtigen Heimsieg perfekt. Die letzte Großchance der Partie hatte dann Steffen Wegehöft, doch er vergab die letzte Möglichkeit. Dann gab es mit der oben beschriebenen Lange-Verletzung einen erheblichen Dämpfer in die Hochstimmung des United Parks.
 
Fazit: Drei Spiele und sieben Punkte, das lässt sich sehen. Das Heimspiel-Tripple sah richtig gut aus, war aber auch bitter nötig! Kompliment an die Mannschaft, die aus einer guten Grundordnung und daraus resultierenden Ballgewinnen, richtig ansehnlichen Fußball gespielt hat. Nun gilt es den Schalter möglichst schnell umzulegen, denn so gefühlt einfach wie in der zweiten Halbzeit wird das nächste Spiel nicht. Dort muss jeder wieder von der ersten Sekunde präsent sein. Der Zwischenspurt hat sich in der Tabelle sehr positiv bemerkbar gemacht, gewonnen ist allerdings noch gar nichts! Die schwere Verletzung von Sebastian Lange macht es nicht einfacher. Doch: die Mannschaft zeigt, dass sie Ausfälle verkraften kann. Marcel Redeker vertritt den verletzten Sander hervorragend, sämtliche Aushilfs-Innenverteidiger machten bisher einen tollen Job. Timo Meyer hat sich nach 45 Minuten Eingewöhnungszeit gegen Frotheim toll eingefunden und selbst der schwerwiegende Pascal Meier-Ausfall wurde von der Mannschaft beeindruckend aufgefangen. Das alles sind sehr gute Anzeichen und geben Mut und Kraft für die nächsten englischen Wochen. Die Mannschaft wird wieder stabiler und hat mittlerweile richtig Spaß an dieser Liga. Nun geht es drei mal auswärts weiter, etwas Erholung für den überstrapazierten Platz und für die United-Fans die Gelegenheit auf drei schöne Busreisen..

 

05.04.2013 - Rassiges Derby findet keinen Sieger
 
Der Begriff Derby wird im alltäglichen Gebrauch ungefähr so inflationär benutzt wie Thorsten Fink seit Amtsantritt beim HSV den Satz „ich muss die Mannschaft wieder aufrichten". Vor lauter Aufrichten müsste der Herr übrigens schon einen Hexenschuss haben, aber das ist ja auch ein ganz anderes Thema. Zurück zum Derby. Nicht unbedingt der schönste Fußball, hochintensive Zweikämpfe, ein paar Wortgefechte und Hochspannung bis zum Abpfiff. Diese vor Adrenalin strotzende Partie hatte das Prädikat Derby wirklich verdient. Umrahmt wurde das ganze von über 200 Zuschauern, die sich am kalten Donnerstag Abend im United Park einfanden.
 
Sebastian Numrich hatte im Vorfeld eine schöne Denksportaufgabe. Mit ihm selber, Marvin Koch (Zerrung) und Pascal Meier (Magen Darm Infekt) fielen drei wichtige Spieler aus, Marco Hodde kehrte nach überstandener Muskelverhärtung immerhin auf die Bank zurück. Neben Stamm-Innenverteidiger Sebastian Lange rückte diesmal Benjamin Drumann ins Abwehrzentrum, Timo Meyer nahm dafür Drumanns Platz als linker Außenverteidiger ein. Tobias Nürnberg rutschte für Pascal Meier in die Startelf.
 
In Frotheim durfte man sich über eine wichtige Rückkehr freuen. Kapitän Bastian Pott kehrte nach langer Verletzungspause auf den Platz zurück und sorgte für wesentlich mehr Stabilität im Frotheimer Spiel. Schön das er wieder da ist, wir wünschen alles Gute und drücken die Daumen für eine nun schmerzfreie Restsaison!
 
So dann mitten rein ins Getümmel, genug Namen durcheinander geschoben. Die Gäste starteten konzentriert und sehr konsequent in das Spiel. Bei den rot-weißen vermochte man eine sehr große Nervosität auszumachen. Viele einfach Fehlpässe, Mitnahmen, die im Aus landeten, es war wie verhext. Die nötige Ruhe und Übersicht fehlte, um auch mal Spielverlagerungen zu erkennen. Die sehr guten Frotheimer hatten leichtes Spiel gegen die Angriffsbemühungen der Varler. Das frühe Führungstor dann zwar verdient aber ebenso glücklich. Einen Meyhoff-Freistoß erwischte Bollmeier irgendwie mit dem Kopf und die Kugel streichelte erst das Aluminium, warf kurz eine Münze ob ins Tor oder lieber doch nicht und entschied sich dann doch hinter die Linie zu trudeln. Dieser Rückstand beruhigte jetzt nicht gerade das Nervenkostüm der Spieler und ließ die Unsicherheit weiter wachsen. Brandenburg hatte noch eine sehr gute Möglichkeit, allerdings war Sander-Ersatz Marcel Redeker wachsam auf dem Posten und hielt seinen Kasten sauber.
 
Halbzeitfazit: Einen riesigen Vorwurf konnte man der Mannschaft gar nicht machen, sie wollte ohne Frage. Ob es die Angst war Fehler zu machen oder wirklich eine große Portion Nervosität zu diesem besonderen Spiel? Fakt war, dass der VfL die bessere Mannschaft war und verdient mit 1:0 führte. Der VfL wirkte bissiger und hatte sich erkennbar eine ganze Menge vorgenommen. Varl hingegen fand keinen Zugriff auf den Gegner. Auffällig: wie schon phasenweise gegen Hausberge hatte unsere Mannschaft große Probleme bei zweiten Bällen. Gerade vor der Viererkette gab es in den betreffenden Zonen große Löcher und somit Unterzahlsituationen. Das Mittelfeld rückte nicht eng genug an die Kette ran, hier war vor allem das Zentrum gefragt. Nach vorne hatte man große Probleme mit dem Pressing der Gäste, einfache Fehler und große Unruhe bei eigenem Ballbesitz führten zu vielen einfachen Ballverlusten.
 
Was immer dann in der Kabine besprochen wurde, es war genau das Richtige! Von der ersten Sekunde an kamen die Gastgeber endlich wie echte Hausherren auf den Platz. Liefen druckvoll an, nahmen die Zweikämpfe mit voller Intensität und provozierten durch hohe Laufbereitschaft nun Ballverluste des Gegners. Der Trainer sprach nach der Partie von „gefühlt 90% gewonnenen Zweikämpfen" im zweiten Spielabschnitt und das beschrieb den Eindruck treffend. Rot-Weiß war aggressiv, agierte und setzte sich nun entschlossen durch. Vollgas-Fußball im United Park. Daraus resultierten zahlreiche Einschussmöglichkeiten, die entweder fehlende Zielgenauigkeit oder Frotheims Keeper Löwen vorerst einen Ausgleich verhinderten.
 
Patrick Spreens Kopfball nötigte Löwen eine Glanzparade ab, Timo Meyers Abschluss ging knapp drüber. Insgesamt die United nun druckvoll, vielleicht im letzten Pass gerade über Außen etwas ungenau. Aber wichtig: Die Mannschaft kam zu Torabschlüssen und war so dementsprechend gefährlich.
 
Mitten in die Varler Druckphase wieder zurück zum Personalspiel. Innenverteidiger Lange musste angeschlagen ausgewechselt werden, Fleißbiene Hodde kam, Niestrath rückte ins Abwehrzentrum, Hodde nahm seine Sechser-Position ein und spielt nun gleich die Hauptrolle.
 
Nach Varler Ballverlust startet der VfL einen ihrer gefährlichen und gefürchteten Konter. Der letzte Pass, der übrigens den pfeilschnellen Bollmeier erreicht hätte, wird von Hodde abgefangen. Den nachfolgenden Pressball entscheidet Hodde mit der absoluten Gier auf den Ball für sich und kriegt die Kugel nach vorne. Die landet wenig später bei Jens Meier, der seinen Gegenspieler fantastisch stehen ließ und die Kugel unten links im Netz unterbrachte und für die nächste Emotionsexplosion im Park sorgte. Verdient und überfällig. Meier machte übrigens wie schon gegen Hausberge eine überragende Partie, bestach vor allem durch eine Laufleistung, die einem schon beim Zugucken die Lunge brennen lässt. Aber auch als Ballhalter und -eroberer überzeugte der Youngster und ist in der Verfassung und mit dieser Einstellung ganz wichtig.
 
Varl wollte jetzt den Sieg, doch auch Frotheim stellte das Spielen nicht etwa ein. Die blieben nämlich stets gefährlich, einige Freistöße in Tornähe und lange Bälle auf Bollmeier sorgten für erhöhten Pulsschlag bei den Zuschauern.
In der Schlussphase kämpften zwei sichtlich erschöpfte (genauer formuliert komplett entkräftete) Mannschaften um den Derbysieg, doch die Spielqualität litt deutlich. Viele Fehlpässe, Foulspiele ließen kaum noch Spielfluss zu. Ein letzter gefährlicher Ball kam von Frotheim auf Bollmeier, der nach dem Zweikampf mit Benjamin Drumann einen Elfmeter forderte. Die Meinungen gingen hier auseinander, wir können die Frage nicht beantworten. Vorher hätte es übrigens auch Starfstoß für Varl geben können / müssen, der sonst sehr gute Schiedsrichter Walker verlegte ein Foulspiel an Wegehöft außerhalb des Strafraums. So bleib es aber beim am Ende leistungsgerechten 1:1.
 
Fazit: Punktgewinn oder zwei Zähler verloren? Nun gewonnen haben erst einmal die Zuschauer. Die Partie hatte selten wirklich höherklassiges Niveau, bot aber dank Spannung und Intensität gute Unterhaltung. Beide Trainer bewerteten das Ergebnis als gerecht, auch wenn Varls starke Phase mehr Torchancen einbrachte als die der Gäste. Mit ein wenig mehr Glück hätte die United das Siegtor noch erzielen können. Andererseits kann man auch argumentieren, dass eine 2:0 Führung für Frotheim zur Pause im Bereich des möglichen lag. Daraus folgt, ein gerechtes Unentschieden!
Unserer Mannschaft darf man ein Kompliment aussprechen für eine kampfstarke zweite Hälfte, genau dieses Feuer ist die Grundlage für die nächsten Wochen. Immerhin ist die Numrich-Elf 2013 noch ungeschlagen, verlor von vier Partien keine einzige. Von Spiel zu Spiel geht es jetzt darum die Grundformation zu festigen und noch kompakter zu stehen. Denn wir sind auf dem besten Weg zurück zu der Mannschaft, die es jedem Gegner an den ersten Spieltagen extrem unangenehm gemacht hat, gegen Varl zu spielen. Das darf gerne auch der nächste Gegner Leopoldshöhe erfahren, Anstoß am Sonntag um 15:00 Uhr, zum dritten Mal in Folge im heimischen United Park. An den VfL Frotheim gehen abschließend noch die besten Wünsche für den restlichen Saisonverlauf.
 
Wir hoffen auch im nächsten Jahr auf zwei echte Derbys in der Bezirksliga!

 

02.04.2013 - Wille schlägt Lunge – 4:3 gegen Hausberge
 
Puuh, das war knapp aber vor vor allem ganz wichtig. Union Varl entscheidet das richtungsweisende Heimspiel gegen den SV Hausberge mit 4:3 (1:1) für sich und darf dank dem Treffer von Mario Niestrath in der 93. Minute mit breiter Brust in das bevorstehende Derby gegen den VfL Frotheim gehen. Zwischen An- und Abpfiff lag in einer schwachen Partie viel Stückwerk und jede Menge Nerven.
 
Den ersten Schock musste Varl vor dem Anpfiff verkraften, Christoph Sander fiel kurz vor dem Spiel aus und machte sich auf dem Weg ins Krankenhaus. An dieser Stelle wünscht union-varl.de gute Besserung und eine schnelle Rückkehr! Für Sander rückte Marcel Redeker zwischen die Pfosten und, so viel sei vorweg genommen, überzeugte an diesem Nachmittag vollständig, insbesondere durch seine ruhige Ausstrahlung in kritischen Phasen. Mario Niestrath ersetzte den verletzten Marco Hodde auf der 6er Position und sollte auch noch eine tragende Rolle an diesem Ostermontag spielen.
 
Beide Mannschaften kamen willig aus der Kabine, intensive Zweikämpfe beherrschten das Spiel der Tabellennachbarn. Insgesamt war die United das bessere Team, ließ nichts zu und versuchte selber Druck auf das gegnerische Tor auszuüben. Nach rund 20 Minuten auch die Führung für rot-weiß, Sven Kassen verwandelte einen Strafstoß, Patrick Spreen war zuvor klar im Strafraum gelegt worden. Mit zunehmender Spielzeit gab die Union dann aber das Heft aus der Hand und ließ Hausberge kommen. Dabei verursachte die Hintermannschaft zu viele unnötige Standardsituationen gegen die cleveren SVH-Angreifer. Eine solche Standardsituation führte auch zum Ausgleich. Ein hart geschlagener Freistoß landete am Kopf von Sebastian Lange, der, unterstützt durch das Schieben seines Gegenspielers, nicht mehr reagieren konnte und den Ball so unverschuldet zum 1:1 „versenkte“. Vor der Pause reagierte dann Redeker noch einmal stark gegen Südmersen, Pascal Hergott setzte einen „Michael-Tarnat-Gedenkstrahl“ an den Pfosten.
 
Nach der Pause zeigte die Numrich-Elf die mit Abstand beste Phase. Aus einer kompakten Grundformation eroberte man sich immer wieder die Bälle und konnte selber vernünftige Angriffe starten. Der erste davon, nach Wiederanpfiff waren erst wenige Sekunden gespielt, vollendete Pascal Meier zur 2:1 Führung. Hausberge hatte große Probleme, kam nun nicht mehr in den gegnerischen Strafraum, United hatte das Heft fest in der Hand. Nach einer knappen Stunde ließ dann Andre Lange seine Klasse aufblitzen, er sorgte mit einer sehenswerten Einzelaktion für die 3:1 Führung. Kurz darauf hatte Steffen Wegehöft die dickste Chance zur Entscheidung, sein Abschluss landete aber über dem Gäste-Gehäuse. Als viele Weichen auf Heimsieg gestellt waren, gab es dann aber wie in Halbzeit eins eine schwache Varl-Phase. Anders gesagt: Die mit zwei Toren führende Heimmannschaft brach stückweise komplett ein. Gerade nach Ballverlusten dauerte das Umschalten sehr lange, im Mittelfeld fand man kaum in die richtige Formationen, um gegen den Ball arbeiten zu können. Ohne diesen Druck kam Hausberge wieder näher an das Tor und weiterhin zu einigen Standardsituationen. Nach 67 Minuten nutzte Andre Werner genau so eine Standard zum 2:3, als er am langen Pfosten zur Stelle war. Zehn Minuten später sorgte dann der eingewechselte Manuel Sasse nach einem Freistoß aus dem Halbfeld für den 3:3-Ausgleich. Und rot-weiß wankte bedenklich, machte in der Phase nicht den Eindruck hier noch einmal nachlegen zu können. Doch die Aufholjagd kostete auch dem SVH einiges an Kraft und das Spiel entwickelte sich langsam zu einem Schwergewichtsboxkampf mit zwei gut getroffenen Kontrahenten. Geprägt von Ungenauigkeiten, Foulspielen und Ping-Pong Stationen lösten beide Teams ihr Mittelfeld in der Endphase nun auf und überspielten das Mittelfeld von Angriff zu Angriff. Das ein Tor fallen würde war gefühlt klar, nur für wen, dass war die Preisfrage. Die Antwort gab es nach 92 Minuten. Einen schon geklärten Ball geht Andre Lange willensstark nach, legte ihn von der Grundlinie zurück auf Niestrath, der den Ball zum 4:3 versenkte. Was folgte war eine Explosion der Spieler und Verantwortlichen. Jubel, Erleichterung und eine fast zu hörende fallende Anspannung. Niestrath war übrigens mit seiner körperliche Präsenz und auch mit seiner ständigen positiven Ansprache an die Mannschaft ein ganz wichtiger Baustein in diesem Heimspiel, „Huntelaar“ tat dem Team sehr gut und wird auch in den nächsten Wochen wohl einen wichtigen Platz als Führungsspieler einnehmen. Das er den Siegtreffer erzielte, also mehr als verdient.
 
Fazit: Zu erst einmal freuen wir uns über drei ganz wichtige Punkte. Ob verdient oder nicht ist schwierig zu bewerten, zu abwechselnd waren die Spielphasen am Ostermontag. Nach der langen Pause ohne richtigen Spielrhythmus aber wohl auch irgendwie verständlich. Positiv auf jeden Fall die Moral der Mannschaft, obwohl sichtlich angeschlagen gab sie alles und wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen. Und genau dieser Wille wurde zum Schluss belohnt. Diese Partie mit diesem Ausgang sollte Kraft und Lust geben für die nächsten Spiele und ein Beispiel sein, was mit einer gehörigen Portion Gier auf drei Punkte so möglich ist. Nun aber Vorfreude auf den nächsten Donnerstag, Anstoß um 19:30 Uhr im United Park, wenn es im Derby gegen den VfL Frotheim um die nächsten drei Punkte geht.

 

04.03.2013 – Punkteteilung im Derby
 
Als um 15 Uhr, Schiedsrichter Jörg Uphoff das Derby zwischen Union Varl und dem Tus Tengern II anpfiff, konnte man eine richtige Vorfreude bei den Zuschauern spüren. Endlich wieder Bezirksliga-Fußball! Nach einer gefühlten Ewigkeit, startete gestern auch im United-Park das Fußballjahr 2013.
Und zum Jahresauftakt zeigte sich der Sportplatz gut gefüllt, auch einige neugierige externe Zuschauer nutzten den eigenen spielfreien Sonntag um einmal am Schnakenpohl vorbeizuschauen. Nicht ganz so einladend zeigte sich wie nach diesem Winter zu erwarten der Sportplatz, auf dem schwierigen Untergrund war schneller Kombinationsfußball nur schwer möglich.
Sebastian Numrich konnte fast auf den kompletten Kader des ersten Rückrundenspiels gegen Stift Quernheim zurückgreifen, nur Tobias Nürnberg konnte aufgrund eines grippalen Infektes nicht am Spielgeschehen teilnehmen. Den Platz in der Startelf nahm der wiedergenesene Steffen Wegehöft ein, der seine Knöchelverletzung in den letzten Wochen auskurieren hat. Auf der Bank nahmen neben Ersatztorwart Marcel Redeker auch Mario Niestrath, Niklas Drunagel und Daniel Pöttker platz.
 
Die erste Halbzeit hätte für United nicht besser starten können. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld setzte Marco Hodde den freistehenden Jens Meier gut in Szene. Dieser markierte in der 14. Minute, mit einem sehenswerten Lupfer über Tengerns Torhüter Christian Lömker das 1:0. Tengerns Innenverteidiger monierten gegenüber Schiedsrichter Uphoff eine Abseitsstellung des Torschützen, aber der gab den Treffer. Zu Recht!
In den darauffolgenden Minuten ließ sich die Heimmannschaft aber mehr und mehr den Schneid abkaufen. So erarbeitete sich die Mannschaft von Trainer Meyer immer mehr Ballbesitz, zwingend Richtung Tor kamen die Grün-Weißen aber nicht.
15 Minuten nach der Varler Führung kamen die Gäste dann doch zur ersten richtigen Torchance und die sorgten direkt für den Ausgleich. Den Torschuss von Tobias Bajohr konnte Christoph Sander zuerst noch gut parieren, doch der Ball landete vor den Füßen von Pascal Bley der die kurze Unaufmerksamkeit der Varler im eigenen Sechzehner ausnutzte und zum 1:1 Ausgleich traf.
Kurz vor der Halbzeitpause tauchte der Tengeraner Kapitän Daniel Nenneker noch einmal alleine vor dem Kasten von Union auf, doch Keeper Sander behielt in diesem Duell die Oberhand.
 
In der Halbzeit nahmen beide Trainer keine Wechsel vor und so startete die zweite Halbzeit dann ähnlich wie die erste. Die Anfangsminuten gehörten der Numrich-Elf, dort gewann man im Mittelfeld etwas Oberwasser. Doch teilweise gute Spielzüge wurden durch den letzten Pass und nicht konsequent zu Ende gespielte Aktionen nicht in Chancen umgemünzt. Die zweiten 45 Minuten waren vor allem durch Zweikämpfe im Mittelfeld und der eigenen Viererkette geprägt. Die beiden Innenverteidiger Sebastian Lange und Marvin Koch machten ihren Job gegen den bulligen Stürmer Andreas Bajohr gut. Bajohr konnte zwar die oft lang geschlagenen Bälle behaupten, musste sich dann aberdem sehr quirlig agierenden Koch im direkten Duell geschlagen geben. Die letzte Chance der Partie hatte dann nochmal Tengern. Als Roman Gerke zehn Minuten vor Schluss einen satten Schuss auf das Varler Gehäuse setzte, warf sich Patrick Spreen in die Flugbahn und verhinderte damit das wohl sichere 1:2. So blieb es nach 90 Minuten beim 1:1 im Derby zweier Mannschaften, die selbst nicht so richtig wussten ob es nun zwei verlorene oder ein gewonnener Punkt war.
 
Fazit: Wenn man das Spiel über 90 Minuten betrachtet kann und muss man mit der Punkteteilung zufrieden sein. Während Tengern im ersten Durchgang die bessere Mannschaft war, zeigte sich Varl nach der Pause etwas aktiver. Nur wenige klare Torchancen auf beiden Seiten belegen außerdem die Gerechtigkeit dieses Resultats.
 
Die nächste Chance auf einen Dreier gibt es am kommenden Sonntag wieder. Da wartet der Tabellenletzte FC Bad Oeynhausen II auf die Varler Mannschaft. Anstoß im Stadion an der Mindener Straße ist um 15 Uhr. Der Fanbus zu diesem richtungsweisenden Spiel fährt um 13:30 Uhr an der Gaststätte „Zum goldenen Hecht“ ab.
 

 

03.02.2013 - Punktgewinn im Schneetreiben von Stift Quernheim   

      

Man nehme ein paar Laufeinheiten auf glatten Asphalt, ein paar Trainingseinheiten in einer Grundschulhalle plus kleine Trainingsspielchen auf 10 cm überschneiten Trainingsboden und gehe in eine 19-Spiele umfassende Fußball-Rückrunde. Wo im Profibereich derzeit noch Spiele reihenweise abgesagt werden, wird in der Bezirksliga munter angepfiffen. Es gibt manchmal Dinge im Leben, die muss man nicht verstehen..

 

Nichts desto trotz: Der erste Punkt des Jahres ist eingefahren. Nach hart umkämpfen und nicht immer ansehnlichen neunzig Spielminuten durfte man sich im Lager der Rot-Weißen United-Anhänger über die Tore von Jens Meier und Sven Kassen freuen.

 

Zum Spielverlauf: Bereits in der 5. Minute ließ Jens Meier das mitgereiste Varler Publikum jubeln. Dieser fasste sich an der Strafraumgrenze ein Herz und "drosch" den Ball volley Richtung Tor. Sämtliche Bemühungen des Gästekeepers den Ball abzuwehren verpufften - frühes 0:1. Der ambitionierte Aufsteiger aus dem Kreis Herford (belegt den 5. Tabellenplatz) wurden durch den Rückstand geweckt und übernahm fortan das Kommando. Nach einigen brenzligen Aktionen die Christoph Sander entschärfen konnte bzw. Bälle, die das Gehäuse verfehlten, folgte nach einem Missverständnis im United-Strafraum der 1:1-Ausgleich. Zehn Zeigerumdrehungen später drehten die Hausherren das Spiel komplett herum. Nach einem langen Ball wurde der Ball am heraus eilenden Sander vorbeigelegt und war für den mitgelaufenen Angreifer ein Leichtes. Der nächste Schock ließ nicht lange auf sich warten - Sander verletzte sich bei der vergeblichen Rettungsaktion (Verdacht auf Sehnenverletzung) und wurde durch Marcel Redeker ersetzt. Mit 2:1 ging es in die aufgeheizten Umkleidekabinen, ehe im nun einsetzenden Schneetreiben auf Kunstgrün wieder angepfiffen werden sollte.

 

Nach dem Seitenwechsel fand unsere Elf besser ins Spiel, man ließ Ball und Gegner besser laufen, gewann mehr Zweikämpfe und wurde im Mittelfeld präsenter. Torchancen blieben dennoch Mangelware. Da Stift Quernheim nicht mehr ansatzweise an die starke erste Hälfte anknüpfen konnte, wurden beide Strafräume größtenteils gemieden. In der Schlussphase häuften sich die Standardsituationen auf Seiten der United. Nach einem Hodde-Freistoß wurde Jens Meier im Strafraum - joa, kannste geben, musste aber nicht - unfair angegangen. Ein Fall für den Kapitän. Kassen legte sich den Ball auf den Punkt und ließ dem Torwart keine Chance. Varl jubelt im Schneetreiben und freut sich über den erkämpften Punkt. Für die Tabelle vielleicht gar nicht mal so wichtig. Für die Moral dafür umso mehr! Wer unter solch desaströsen Bedingungen im Vorfeld einen Punkt beim starken BV Stift Quernheim mit nach Hause nimmt, der sollte mit Lust und ganz viel Vorfreude in die kommenden Aufgaben blicken. Weiter geht's am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen den SV Hausberge!

 

06.12.2012 - Enttäuschendes 1:4 gegen den SC Vlotho

 

Der Aufsteiger aus Varl verliert sein Heimspiel gegen den SC Vlotho mit 1:4 (0:1). Diese Tatsache sollte weder Depressionen noch groß Frust aufkommen lassen. Doch leider sorgte die Art und Weise für eine Menge Frust bei Trainer und Zuschauern. Denn die ersatzgeschwächten Gäste zeigten zwar eine beeindruckende Körperspannung, Leidenschaft und Einstellung zur Partie, das blaue vom Himmel spielte die Spitzenmannschaft aber nicht. Viel mehr verteidigte der SC sehr entschlossen und konsequent, ließ so nichts zu und machte sich dann ab und an Richtung Varler Tor.

 

Die Heimmannschaft, die im Jahresendspurt den Gegnern zumindest alles abverlangen sollte, machte für den Zuschauer von der ersten Minute einen merkwürdigen Eindruck. Alleine die Körpersprache und vor allem die Kommunikation auf dem Platz zeigte: richtig wach und willig ist hier kaum einer. Zu allem Überfluss fielen mit Marco Hodde und Patrick Spreen zwei der zuletzt besten Spieler des Kaders aus.

 

Das 0:1 fiel äußerst unglücklich. Einer von zahlreichen verursachten Freistöße wurde von der Mauer unhaltbar ins Tor abgefälscht (16.). Auch das 0:2 kurz vor der Pause fällt unter die Kategorie dumm gelaufen. Nach einer zu kurz geklärten Ecke landete ein eigentlich als Flanke gedachter Abschluss im Netz der Gastgeber. Vlotho schon ein wenig im Glück, allerdings wurde genau das erzwungen und die Führung völlig verdient.

 

Nach einem kurzen Aufbäumen nach der Pause war das Spiel dann mit dem 0:3 entschieden. Erwähnenswert noch die überzogene gelb-rote Karte für Basti Lange und der Ehrentreffer durch Jens Meier nach einer Flanke des eingewechselten Simon Schirrmacher.

 

Fazit: "Wir werden wahrscheinlich mehr Spiele verlieren als gewinnen." Das sagte Sebastian Numrich vor der ersten Bezirksliga-Saison der Vereinsgeschichte. Das ist auch jedem im Umfeld bewusst. Das Gefühl war am Sonntag trotzdem kein gutes. Denn irgendwie hatte man nicht den Eindruck den Gegner vor eine unangenehme Aufgabe gestellt zu haben. Es dürfen Mannschaften gerne drei Punkte aus dem United Park mitnehmen, aber nur, wenn sie dafür richtig hart arbeiten und ans Limit gehen mussten. Für die letzten zwei Ligaspiele hat die Mannschaft nur einen Auftrag: Gemeinsam auf den Platz gehen, in die Zweikämpfe zu fliegen, sich zu helfen, sich zu pushen und das machen, wofür sie steht: Team- und Kampfgeist. Punkte kommen dann von ganz alleine und Spieler und Zuschauer werden gleichermaßen wieder richtig Spaß haben.

 

12.11.2012 - W wie wichtig - 3:1 Sieg gegen Werther

 

Endlich! Nachdem Keeper Sander und seine Viererkette nichts anbrennen ließen, Andre Lange ein Feuerwerk zündete und das Mittelfeld den Rasen so richtig in Brand steckte, heißt es endlich wieder drei Punkte für unsere United. Mit enormen Willen, Leidenschaft und der nötigen Körperspannung kaufte die entschlossene Mannschaft dem Gegner aus Werther den Schneid ab. Langes frühe Führung konnten die Gäste nach 15 Minuten ausgleichen, doch kurz vor der Pause legte der Torjäger mit einem platzierten Abschluss nach.

 

In Durchgang zwei blieb es zwar das benötigte Kampfspiel, doch die Rot-Weißen brachten auch durchaus fußballerische Elemente in die Partie. Einzig die letzte Zielstrebigkeit beim Ausspielen der Kontersituationen darf als Kritikpunkt benannt werden. Oft agierte die Numrich-Elf zu umständlich und verpasste es den Nachmittag früh ruhig zu gestalten. Der BV Werther war eigentlich nur nach Standards gefährlich, doch hier bewies Keeper Sander wieder einmal seine momentane Topform.

 

Profitiert haben die Gastgeber sicher auch von der Ablenkung des Gegners, denn die schossen sich nach und nach auf den Unparteiischen ein. Nahezu jeder Pfiff wurde kommentiert, sodass gleich drei Spieler (!) vorzeitig zum Duschen geschickt wurden, 2 mal gelb-rot und ein roter Karton. Während der zwischenzeitlichen zweifachen Überzahl sorgte Andre Lange mit seinem dritten (und schönsten) Tor des Tages für die Entscheidung. Er vergoldete eine Spreen-Flanke mit einem klasse Flugkopfball. Mit diesem wichtigen Sieg verlässt die Union erst einmal die Abstiegsränge. Dieser Aufwand und die Art und Weise des Auftretens sollte von nun an die Messlatte für sämtliche Auftritte sein, mit der an den Tag gelegten Körperspannung und Aggressivität sollte man schnell nachlegen können.

 

Wenig überzeugend, aber immerhin gewonnen hat die zweite Mannschaft. Gegen den VfL Frotheim II gab es einen 3:2 (3:1)-Heimsieg, das war dann aber auch das einzig positive vom Spiel. Lars Meier (2) und Tobias Rüter erzielten die Treffer für den Tabellendritten der Kreisliga C1.

 

06.11.2012 - Großer Kampf nicht belohnt - 3:6 gegen Lohe

 

"Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren." Der nach "Prost" und "Der hat schon gelb" wohl der meist gesprochene Satz im United Park. Und der erste Teil dieser Weisheit darf so festgehalten werden. Wer kämpft, kann verlieren. Und die erste Mannschaft hat gekämpft, bis zum Umfallen sogar. Gegen den TuS Lohe reichte es trotzdem nicht für Punkte. Die frühe Gästeführung konnte Andre Lange ausgleichen. Dann verursachte Innenverteidiger Sebastian Lange einen (berechtigen) Elfmeter, erhielt dafür gelb, meckerte, und sah gelb-rot. Der Strafstoß wurde verwandelt, Varl lag zurück und musste knapp 50 Minuten in Unterzahl spielen. Mit dem Pausenpfiff wurde Simon Schirrmacher noch von den Beinen geholt, Pascal Meier verwandelte den zweiten Elfmeter des Spiels sicher und somit stand es 2:2 zum Pausentee.

 

Nach dem Seitenwechsel presste die Mannschaft dann alles raus, was noch so in den Akkus war. Leidenschaftliche Zweikämpfe, Kilometer wurden gefressen wie Chicken Crossies, es stimmte eigentlich alles. Sogar das 3:2 fiel, Andre Lange vergoldete eine Numrich-Vorlage.

 

Dann schlichen sich Fehler ein, die gnadenlos bestraft wurden. Lohe drehte das Spiel eine viertel Stunde vor Schluss auf 3:4. In den Schlussminuten machte die United dann auf, warf in Unterzahl alles nach vorne und wurde ausgekontert, das 3:5 und 3:6 fiel jeweils in der Nachspielzeit. Eine zu hohe Niederlage, die man aber eben doch irgendwie selber verschuldet hat. Aber: Wer kämpft, kann verlieren. Und wird auch ziemlich bald wieder siegen.

 

Die zweite Mannschaft fuhr einen insgesamt souveränen und ungefährdeten 5:0 (1:0) - Sieg beim TuS Stemwede II ein. Tobias Rüter, Oliver Sander, Marvin Koch, Dennis Röhe und Oliver Röhe trafen für die Reserve. Mannschaft Nummer drei bewies eine tolle Moral und spielte nach 0:3-Halbzeitrückstand immerhin noch 4:4. Für Varl III netzten Kai Schlüter (2), Daniel Hoolt und Alexander Bremermann ein.

 

30.10.2012 - 0:0 zur Pause, dann brachen alle Dämme...0:7 beim SVR II

 

Am Sonntag gegen 15:45 Uhr wurde es kräftig laut auf dem Stadiongelände in Rödinghausen. Denn als dort der Halbzeitpfiff ertönte jubelte der begeisterte Varler Anhang seiner Mannschaft zu, als hätte man gerade den Klassenerhalt gesichert. Dabei hatte man dem absoluten Ligaprimus SV Rödinghausen II "nur" ein 0:0 zur Pause abgeknöpft. Doch bis dato begeisterte man seine Fans, entnervte den Gegener und beeindruckte so manch neutralen Zuschauer.

 

Denn die hochkarätigeren Chancen hatten die konterstarken Gäste in Person von Jens Meier, Andre Lange und Sven Kassen. Am liebsten würden wir den Bericht nun beenden, doch der Nachmittag war noch nicht vorbei. In Halbzeit zwei setzte es ganze sieben Gegentore für den Aufsteiger und somit trotz starker erster Halbzeit eine richtige Packung für die Numrich-Elf. Der SVR nutzte seine spielerische Klasse und zeigte Eindrucksvoll die Möglichkeiten, die diese Mannschaft hat. Die United orientiert sich an anderen Messlatten und fuhr immerhin mit dem guten Gefühl nach Hause, dieser Übermannschaft einer dreiviertel Stunde richtig Paroli geboten zu haben.

 

Einen unspektakulären Erfolg fuhr die zweite Mannschaft ein, die Reserve siegte mit 5:0 (3:0) gegen den erstazgeschwächten SV Hüllhorst-Oberbauerschaft II. Die Tore erzielten Oliver Röhe (2), Oliver Sander, Tobias Rüter und Claudio Roch. Die dritte Mannschaft konnte die Flut an Personalausfällen nicht auffangen und verlor gegen den TuS Nettelstedt II mit 1:2 (1:0). Torschütze für die Rot-Weißen war Bastian Kummer.

 

17.10.2012 - Ein fast perfekter Sonntag . Erste 1:1 in Wulferdingsen

 

Das Glas war nach dem Auswärtsspiel beim SuS Wulferdingsen eindeutig habvoll. 1:1 (1:0) trennte sich die United vom SuS und zeigte nach schwächerer erster Halbzeit einen starken zweiten Durchgang. Damit ist der Aufsteiger seit vier Spielen ungeschlagen. Torschütze für die Rot-Weißen war Simon Schirrmacher.

 

Siege gab es für die zweite und dritte Mannschaft. Varl II besiegte in einer zähen Partie Türk Gücü Espelkamp II 2:0 (2:0) (Torschützen Claudio Roch und Tobias Rüter). Varl III gewann das Derby gegen den TuS Oppendorf II mit 4:0 (Torschützen Maik Supe (2), Pascal Spreen und Spielertrainer Kai Schlüter).

 

18.09.2012 - United´s Erste mit 4:1 Niederlage beim VfL Holsen

 

Trotz der 0:1 Pausenführung durch Andre Lange, verlor Union Varl I das Auswärtsspiel beim VfL Holsen klar mit 4:1.

 

Die Zweite Mannschaft setze sich in einem mäßigen Spiel mit 1:3 beim VfB Fabbenstedt durch. Die Tore erzielten: Tobias Rüter, Oliver Sander und Fabian Ihlenfeld.

 

Am Montag (17.9.) gewann die 3. Mannschaft deutlich mit 0:5 bei der Reserve des FC Oppenwehe, hierbei trugen sich Kevin Stork, Kai Schlüter, Stefan Hartmann, Lars Meier und Henrik Grundmann in die Torschützenliste ein.

 

29.08.12 - Erstes Tor, erster Punkt - Herzlich Willkommen in der Bezirksliga United!

 

Zu aller erst: Wir vom Homepage-Team entschuldigen die einwöchige Verspätung der Spielberichte, konnten aus Zeitgründen dem Schreiben nicht nachkommen bzw. waren der Meinung, dass aufgrund der ausführlichen Berichterstattung sämtlicher lokaler Zeitungen ein weiterer Derby-Bericht nicht zwingend notwendig wäre. Passend zum Tor-und Punkt-Debüt unserer 1. Seniorenmannschaft in der neuen Spielklasse melden wir uns nun aber zurück - Hallo Bezirksliga! Wir sind angekommen!

 

Vorne weg und zu Beginn einer jeden Serie ein Muss, kümmern wir uns zu aller Erst einmal um die neuen Gesichter der Mannschaft. Einen Abgang (Michael Wolter tritt aus zeitlichen Gründen kürzer) stehen sieben "Neuzugänge" gegenüber. Mit Simon Schirrmacher (A-Jugend Preußen Espelkamp) sowie Peter Braun und Marco Hodde (beide TuS Dielingen) zog es allesamt Ex-Varler zurück zu den Wurzeln. Aus der eigenen Jugend stoßen Marvin Koch und Niklas Drunagel ins Team, das von den noch amtierenden A-Jugendlichen Marcel Redeker und Jens Meier komplettiert wird.

 

Mit Marco Hodde, Simon Schirrmacher und Jens Meier fanden sich gleich drei neuer Gesichter im ersten Bezirksliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte in der Startelf wieder. Die komplette Startaufstellung setzte sich wie folgt zusammen: Im Tor Christoph Sander. Die Meisterviererkette mit dem Sebastian-Innenblock (Numrich und Lange) wurde von den Außenverteidigern Benjamin Drumann und Patrick Spreen eingeschlossen. Den Maschinenraum vor der Abwehr besetzten Kapitän Sven Kassen und Marco Hodde. Hinter der einzigen Spitze Andre Lange, agierte die Dreierreihe um Pascal Meier, Jens Meier und Simon Schirrmacher.

 

United begann respektvoll und überließ dem VfL Theesen II die Anfangsminuten. So musste Christoph Sander bei einem abgefälschten Freistoß das erste Mal zupacken. In der Folgezeit legte Union den Respekt mehr und mehr ab und lieferte sich mit dem Tabellenvierten der letztjährigen Bezirksligasaison (Staffel II) einen munteren Schlagabtausch. Pascal Meier auf dem Weg zum Torwart und Andre Lange mit einem Kopfball scheiterten entweder am langen Abwehrbein oder am Aluminium. Wiederum Lange mit einem (vermeintlichen) Abseitstor und Jens Meier mit Linksschuss knapp am Tor vorbei erhöhten das Chancenkontingent der Hausherren. Dem gegenüber musste sich Sander mit einer starken Fußabwehr auszeichnen. Kurz vor dem Pausen-Tee schaltete der Bielefelder Gast in den Powerplay-Modus hoch. In der 41. Minute musste Valentin Schitnizki nach toller Vorarbeit nur noch den Fuß hinhalten und den Ball zur Führung hinter die Linie drücken. Wenige Augenblicke später entwickelte sich die dann wohl spektakulärste Szene der ersten Spielhälfte. Nach einem Eckball konnte Christoph Sander einen Kopfball reflexartig von der Linie kratzen, ehe der Nachschuss ebenfalls von einem Spieler auf der Linie geklärt werden musste. Die Numrich-Elf konnte durchatmen - es blieb beim 0:1-Halbzeitstand.

 

Nach der Pause übernahm man dann zunehmend das Kommando und schnürte den VfL in der eigenen Hälfte ein. Dieser wusste jedoch immer wieder über schnell vorgetragene Konter zu überzeugen und ließ die United-Defensive nie zur Ruhe kommen. Auf der anderen Seite scheiterten Pascal Meier und Sven Kassen aus aussichtsreichen Positionen mit Distanzschüssen.

 

Jetzt aber: Was lange währt wird endlich gut! Wir schreiben die 151. Bezirksligaminute: Kapitän Sven Kassen erhält nach einem Freistoß den Ball im Strafraum und schickt das runde Leder im Fallen über die Torlinie. Erstes Bezirksligator der Vereinsgeschichte und zudem extrem überfällig und hochverdient (61. Minute)! Nur kurze Zeit später wechseln wir den Tatort, bleiben jedoch bei einem weiteren Novum. Mitten in die Druckphase der Varler zeigt der Unparteiische der Partie in etwa so viel bzw. wenig Fingerspitzengefühl wie der Gästetrainer bei seiner Beurteilung der neunzig Spielminuten. Nach einem völlig harmlosen Foul in der gegnerischen Hälfte schickte er den bereits verwarnten Andre Lange zur Verblüffung sämtlicher teilnehmenden Personen vorzeitig zum Duschen (63. Minute). Die Mannschaft ließ sich hiervon nicht beirren und ließ die oft zitierte "Jetzt-erst-recht-Stimmung" aufkommen. Theesen hatte in der Offensive nur noch eine zwingende Aktion, die von Keeper Sander vereitelt wurde. In Reihen der Union avancierte Pascal Meier zum Pechvogel des Spiels. Innerhalb von zwei Minuten hatte er den Führungstreffer gleich drei Mal auf Kopf und Fuß - scheiterte jedoch am überragend reagierenden Gästetorwart oder visierte zu ungenau. Am Ende blieb es bei der Punkteteilung.

 

Fazit: Der erste Punkterfolg in der neuen Liga ist unter Dach und Fach. Wurde man in der Vorwoche für die schlampige Chancenauswertung bitterböse bestraft, dürfte man dieses kleine Erfolgserlebnis trotz abermals vergebener Chancen als gewonnenen Punkt bezeichnen. Zwar wäre auch in diesem Spiel mehr zu holen gewesen, aber gerade unter den Umständen einer halbstündigen Unterzahl kann man durchaus zufrieden sein. Selten hat die Mannschaft die begeisterten Zuschauer derart mitgerissen, ließen Einsatz, Kampfgeist und Wille den Stolz auf die eigene Truppe exorbitant anwachsen. Bisher hat man in beiden Partien bewiesen, dass man das Zeug hat, in der höheren Spielklasse mitzuhalten.

 

Bereits am Samstag geht es in Tengern (Anstoß: 16:30 Uhr) um die nächsten drei Punkte!

 

 

 

   

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